Fahrt nach Südfrankreich am

Abend des 22.06. – 28.06.2003


von Elisabeth Wanner


Der Zeitgeist dreht ganz schnell am Rad,
das Jahr geht um, das Reisen naht,
so checken wir uns ein zur Abendstund,
mit gewohnten Reisefreunden eingebunden,
der Chef und Markus sitzen nun am Steuer
auch unsere Rosmarie betreut uns wieder heuer,
verstärkt wirkt auch der Seppl mit im Team,
so starten wir um 20 Uhr zur Nachtfahrt, froh in diesem Sinn.
So geht´s über die Schweiz nach Chur, Splügen, bis zum Bernhardino Paß,
ein erster Aufenthalt, ein kaltes Buffet, von der Fa. Stuhler spendiert, war der Anlaß,
der Tag sich seinem Ende neigt allmählich nun,
der gerechte Schlaf uns übermannt, wir dürfen ja selig ruhn.
Wir kommen vorbei an Belizona, am Luganer-See, Chiasso und Mailand,
wo immer in regelmäßigem Abstand ein Wechsel unserer Piloten stattfand.
Schließlich wir zur 2. Pause geweckt,
das Stuhlerteam hat nun den Frühstückstisch gedeckt,
mit Kaffee, Tee, Würstchen, Brot und Senf wir uns laben da,
frohgemut geht´s in südlicher Richtung weiter vorbei an Genua,
auf der Finale Legure, genannt die Blumenreviera,
vorbei an San Remo, dem Palmen bewachsenen Streifen Land,
wo sich die größten dieser Welt, einst auch König und Kaiser einfand.
Die Pracht der ligurischen Bergdörfer haben eine Jahrhundert alte Tradition,
an steilen Hängen wächst kostbarer Wein, das Paradies ist nahe in St. Remo.
Wir passieren die italienisch, französische Grenze am frühen Vormittag,
am 1. Ziel in Monaco erwartet uns unsere Führerin Annemarie zu einem Kurzzeitaufenthalt.
Über der malerischen Altstadt erhebt sich das Fürstenschloß, wo wir uns auf dem weiten Vorplatz befinden,
umgeben von Bauten aus dem 13. Jahrhundert Kanönchen und Kugelpyramiden.
Annemarie erklärt uns das Spektakel der Wachablösung, das sich täglich um 11,45 Uhr vollzieht,
leider können wir nicht beiwohnen, für uns ist die Zeit noch zu früh.
Die mächtigen Befestigungsanlagen stammen aus dem 17. Jahrhundert,
und die Geschichte des Fürstentums ist bis heute mit dem Namen Grimaldi verbunden.
1956 heiratet Fürst Albert Gracia Kelly, die als unvergessliche Fürstin in die Geschichte einging,
seit ihrem Unfalltod der Fürst nun sein Leben ohne den Mittelpunkt verbringt.
Wir besichtigen die Kapelle Notre-Dame in der die Fürstin ihre letzte Ruhe fand.
Das ozeanographische Museum ist ein Institut von Weltruf,
hat 100 Aquarien, 400 Fischarten, es Fürst Albert 1910 erschuf.
Wir haben einen herrlichen Ausblick auf den Hafen im Hochhausstadtteil Condamine,
wo Luxusjachten der Reichen und Schönen vor Anker liegen.
Mietpreise für Wohnungen bewegen sich in schwindelnden Höhen,
das Steuerparadies lockt jede Menge Millionäre an, die hier ihr Schicki-Mickileben fröhnen.
Bei einem sich anschließenden Rundgang lernen wir alles wissenswerte kennen,
wir benutzen die Aufzüge, die die Fußgänger lassen spielend die Höhenunterschiede überwinden,
zuletzt wir uns auf dem Parkplatz wiederfinden.
Wir fahren nun nach Monte-Carlo das hier neben dem Museum ist die Größte Attraktion,
Charles Garnier, der Erbauer der Pariser Oper, errichtete 1878 auch diesen Prunkbau, tritt auch hier in Aktion.
Eingebettet inmitten prächtiger Gartenanlagen, liegt es in einer Anhöhe über dem Meer,
wir spazieren auf den Wegen, die von seltenen Bäumen umrahmt sind, einem herrlichen Flair.
Nach einer kleinen Mittagspause im Bus wo es Würstchen gibt, fahren wir nach Nizza, Hauptstadt mit 340.000 Einwohner,
Nizza ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum, mit Sommer und Wintersaison.
Unsere Annemarie führt uns nun 1 ½ Std. in aufschlussreicher Weise in der Stadt,
die Oper, Märkte, Restaurants und teure Geschäfte aufzuweisen hat.
In den verkehrsberuhigten Gassen, können wir Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert bewundern,
es herrscht hier südliches Treiben, für uns Nordlichter, fröhlich und bunter.
Leider hat der Fisch- und Blumenmarkt schon seine Tore geschlossen,
jedoch der Trödler und Flohmarkt, den wir durchstreifen, lässt Wünsche für manches Sammlerherz noch offen.
Wir betreten die etwas mystische Kirche Saint Devot oder St. Nikolaus,
eine prunkvolle Kirche im schweren südlichen berocken Stil erbaut.
Wir hören, dass hier die Kapuzenmänner wegen ihrer guten Taten und Werke waren nicht anerkannt,
und so wurde dieses Gotteshaus die Kapelle der schwarzen Büßer genannt.
Nizza die Königin der Riviera ist einer der glanzvollen Orte der Mittelmeerküste,
und gesegnet mit einer Jahrtausend umfassenden, kontrastreichen Geschichte.
Wir erstehen noch ein leckeres Eis mit Waffel auf die Faust,
schlendern zum Bus zurück, unser Anreisetag klingt allmählich aus.
Noch eine Stunde bis zu unserem Zielort Maxime bei Temperaturen um die 30 Grad,
lässt manchen erschöpft in die Kissen sinken, an diesem 1. Tag.
Jedoch das herrliche Hotel Maxime mit Swimmingpool versöhnt uns sogleich,
nach einer Erfrischung im Pool, beim Empfang auf der Terrasse man uns erlesene Brötchen, Sekt und Säfte reicht,
ein anschließendes köstliches Abendessen mit erlesenem Menügang, incl. Tischwein und Wasser rundet ab diesen Tag,
jedoch vom Nachtschwärmen und ausgehen, heute keiner mehr was wissen mag.
2. Tag 24.06.03 Maxime – Grimaud
Mit einem ausgewogenen Frühstücksbuffet, werden wir schon am Morgen verwöhnt,
ein wunderbares Bad im Pool, uns den Tag ebenfalls verschönt.
Wir fahren ins nahegelegene Maxime einst eine Fischersiedlung, die man als Alternative sucht,
zum überlaufenen und teuren St. Tropez auf der anderen Seite, der Mittelmeerbucht.
Maxime umfasst heute 10.000 Einwohner,
jetzt befinden wir uns am Museum der lokalen Traditionen,
gegenüber betreten wir die Kirche erbaut im romanisch profenzianischen Stil,
die ein erlesener, schöner Hochaltar ziert,
einst heiratete dort die Tochter Beandra von Fanz List.
Plantanen spenden hier einen herrlichen Schatten, den wir bei 35 Grad alle suchen,
einen Rundgang durch den überdachten Markt, der Fische, Blumen, Gemüse anbietet,
ist noch zu verbuchen.
Wir fahren 5 km entlang der Küste in das hübsche Hafenstädtchen Grimaud, das im hinteren Winkel des Golf von St. Tropez liegt,
umgeben von einer prachtvollen Gebirgslandschaft, geprägt von Pinien, Korkeichen, Kastanien und Kiefern,
die eine Fülle von traumhaften Ausblicken aufs Meer bieten,
wo malerische Bergdörfer verstreut liegen.
Hier wurde nach einer Idee des Architekten Francois Spoerry ein revolutionäres Fremdenverkehrskonzept verwirklicht,
ein Bild das ein traditionelles Fischerdorf darstellt, alles auf alt getrimmt.
Die Anlage besteht aus Eigenheimen und Eigentumswohnen,
eine Lagunenstadt, von vielen Kanälen durchzogen.
Für Jachten und Boote befindet sich der Ankerplatz vor dem Haus,
jede Pazelle hat eine andere Farbe und wurde in der Zeit von 1962 – 1967 erbaut.
Hier leben meist Milliardäre die für ihr Anwesen 350.000 bis 800.000 Euro berappten,
die Anlage wird auch klein Venedig benannt doch Gondeln hier keine fahren.
Wir schippern mit 2 Gruppen durch die Wasserstraßen der Lagunenstadt
und bewundern die ans Wasser grenzenden Häuser, in ihrer einmaligen Pracht.
Wir haben nun 1 ½ Std. zur freien Verfügung,
die wir mit einer Mittagspause verbringen und verbuchen.
Wir fahren zurück nach Maxime, denn Baden im Meer ist angesagt
und ein 4-Gänge-Menü auf der Hotelterrasse die Vollendung bringt dem Tag.
Doch die Aktivitäten noch lange nicht zu Ende sind,
anläßlich des Johannisfestes ein super Feuerwerk den brillanten Ausklang bringt.
Wir flanieren an den Meeresgestaden und genießen die Abendstunden in vollen Zügen,
bis wir schließlich betäubt von den vielen Eindrücken selig schlummernd in den Betten liegen.

3. Tag 25.06.03 Maurengebirge-Moustier-Grand Canyon
Ein zeitiges Frühstück lässt uns schon um 8 Uhr aufbrechen, eine Fahrt durch den Grand-Canyen ist geplant,
zunächst führt unser Weg durchs Maurengebirge, Argental nach Dranguignan,
vorbei an Bergdörfer, die wie Schwalbennester an den Hängen kleben,
kurvenreich ist die Fahrt in das Var, wo vorwiegend Kiefern, Pinien, Steckpalmen, Korkeichen und Esskastanien stehen.
Wir erreichen die herrliche Schlucht, die immer wieder traumhafte Ausblicke auf den schmalen Fluß bietet,
den man immer wieder nach seinen Windungen sichtet,
der aus 2.500 m Höhe zwischen senkrecht abfallenden Felswänden seinen Weg in die Tiefe findet
und sich unter Felsen hindurch windet.
Zahlreiche Talsperren zähmen ihn und so sieht man am Grund das jadegrüne Wasserband
diese größte Natursehenswürdigkeit der Provence, gehört den bedeutendsten Naturdenkmälern Europas an.
21 km lang zieht sich dieses grandiose Schauspiel ins Land,
in verschwenderischer Pracht seine Architektur in der Flora und Fauna er fand.
Die Co de Azur umfasst 400.000 ha Wald und Zonen,
wenn der Mistral weht, bringt er viel Kälte in die Regionen.
Wir durchfahren wildromantische Schönheit in schwindelnden Höhen,
gesäumt von Orleanderbüschen, Ginster Zierrosen, Pinien, auch der Lavendel ist schon blühend zu sehen.
Wir fahren an einem kleinen abgeschnittenen Dörfchen vorbei dem schon einst Nostradamus seinen Untergang weissagte,
eine sich ereignete Naturkatastrophe mit heftigen Regenfällen, die den Zugang zum Ort verwehrte, bestätigte bereits diese Aussage.
Wir erreichen die 180 m lange Bogenbrücke die aus einem Teil gefertigt ist,
der Bus hält an und alle überqueren die Brücke zu Fuß, ein Jeder den grandiosen Ausblick genießt.
Wir setzen unseren Weg fort und planen einen Mittagsaufenthalt im Städtchen Moustiers,
und unsere Annemarie verspricht uns noch eine Überraschung, noch einen sagenhaften Blick.
Wir erleben eine Naturerscheinung, uns der König der grünen Wasser wie ein Smaragd zu Füßen liegt
und in der Mitte des Hochplateaus einen Ausschnitt in den grünen See freigibt.
Ganz feierlich genießen wir diesen Höhepunkt Natur,
eine Vollendung des Höchsten, eine göttliche Spur.
In atemberaubender Lage kauert am Fuß der Steilwand der kleine Ort Moustier der 500 Einwohner zählt,
einstiger Hochsitz der Keramikmanufaktur, heute sich er wider dem Ruhm einstiger Vergangenheit zu bewegt.
Annemarie macht uns auf das uralte Wallfahrtskirchlein Notre-Dam-Beavoir aufmerksam, es tront hoch überm Ort,
wie Kulissen ragen Kalksteinklippen fast senkrecht in den Himmel dort.
Wahrzeichen ist die Eisenkette mit goldenem Stern, zwischen 2 Felsen gespannt und angebracht,
als Erinnerung an einen Ritter, der zum Dank für seine heile Rückkehr, dem Ort diese Silberkette hat vermacht.
Den Rückweg treten wir nicht mehr am Nordufer der gewaltigsten Felsenschlucht Europas an,
die einfachere Strecke übers Hinterland nicht weniger interessant, steht auf dem Plan.
Noch einmal gehen wir zu Fuß über die Brücke um den grandiosen Ausblick noch zu vertiefen,
der französische Grand Canyon du Verdon ist das Gegenstück zum Grand Canyon der USA
um Erinnerungen aufzufrischen.
Über die kürzere Strecke gelangen wir zu einem früheren Zeitpunkt nach Maxime zurück,
und diese große Natursehenswürdigkeit begleitet uns noch ein langes Stück.
Super Abendessen mit Wein und Wasser im Hotelrestaurant wie täglich gewohnt,
Nachtschwärmen oder schwimmen schließt den grandiosen Tag der sich gelohnt.
4. Tag. 26.06.03 Ausflug nach Cannes
Mit unserem Frühstücksbuffet fängt der Tag gut an,
heute steht eine Küstenfahrt nach Cannes auf unserem Programm.
Unser Weg führt entlang der Cote de Azur vorbei an St. Aysulf, Freyus und St. Raphael,
ehemalige Römerstädte, die zusammen 100.000 Einwohner zählen.
Zu St. Raphale, das wir zur Rechten sehen, fällt uns die Kathetrale auf und Annemaries Erklärung darin liegt,
dass dieses Bauwerk zum Dank dafür entstand, weil die Christen haben die Türken besiegt.
Erwähnenswert ist der Bau eines monumental rund angelegten rotem Haus,
wo Zeitgenossen spötteln, es sollte keine Ecke geben, so bliebe die Schwiegermutter drauß.
Häuser der Großen und Reichen dieser Welt gibt es hier viel,
um einige zu nennen, Brigitte Bardot und die Villa des Königs von Saudi Arabien im maurischen Stil.
Unser Ziel ist die Stadt Cannes, am Golf de la Napoule gelegen,
wir fahren den Windungen der traumhaft schönen Küstenstraße entlang, wo Farben und Formen Schönheit und Harmonie uns begegnen.
Wie dicke tiefviolette Teppiche bedecken Lavendelfelder die Hügel, eine Augenweide,
diese Farbspiele inspirierten Maler auch van Gogh einst zu seinen kräftigen Farbenkleidern.
Cannes ist ein Treffpunkt der Schönen und Reichen bekannt durch die alljährlich sich dort befindenden Filmfestspiele,
wo neben den Oskarpreisverleihungen glamoure Partys und Startreffen an der blauen Küste blühn.
Wir erreichen die Stadt und eine 2 stündige Führung schließt sich an
und Annemarie in aufschlussreicher Weise berichten kann.
So hören wir, dass Cannes ein Fischerdorf war und durch Lord Henry Brougham 1834 zu einem modernen Badeort Aufstieg,
der Lord wollte damals mit seiner Tochter nach Nizza, als dort die Colera wütete so er in Cannes blieb.
Er war von der Gegend so begeistert, baute sich dort eine Villa und verbreitete den Ruf der Schönheit rasch,
so zog er Gleichgesinnte an, vor allem Aristokraten.
Mit 70.000 Einwohnern ist Cannes Metropole dieser Urlaubsregion,
im Sommer vervielfacht sich diese Zahl, der Tourismus gibt an den Ton.
Auf der breiten Prachtstraße am Meeresufer säumen Palmen und üppige Blumen und Grünflächen den Badestrand,
der teilweise aus hartem Uferkies besteht und teilweise aus Sand.
Gleich zu Beginn des Boulevard steht auf einer Landzunge am Hafen das mächtige Festspielhaus,
das sich für Messen und Filmfestspiele durch technische Perfektion zeichnet aus.
Es dümpeln Fischerboote neben eleganten Segeljachten von hier läuft auch der Linienschiffverkehr raus.
Unser Rundgang führt über die Rue Felix durch ein Gewirr von schmalen Gassen,
wo wir manches Mitbringsel erstehen und uns von eleganten Geschäften beeindrucken lassen.
Gegenüber dem Festivalbunker steht ein Restaurant und Barbetrieb im amerikanischen Stil,
üppig dekoriert mit Requisiten aus Hollywood unpassend des Guten zu viel.
Während Annemarie mit einer Gruppe noch den überdachten Blumenmarkt beschaut,
haben wir anderen Zeit die wir nützen zu einer kleinen Mittagspause.
Wir treffen uns alle wieder um 13,15 Uhr am Hotel de Vill,
jedoch eine kleine Verzögerung kommt noch ins Spiel.
Wieder glücklich vereint, setzen wir unsere Fahrt fort,
die Parfümerie Fragonad in Grasse ist unser nächster Zielort.
Zum Landschaftsbild gehören die reflektierenden Glasflächen der Gewächshäuser, wo man aus tausend Tonnen duftender Blüten wohlriechende Essenzen herstellt,
wertvolle Parfüme aus Mimosen, Rosen, Orangen und Jasmin betören die Damenwelt.
1.200 Rosenknospen wiegen1 kg und 750 kg geben 1 kg Oelessenz her,
das reicht für 400-500 Flaschen Parfüm, so wundern hohe Preise nicht mehr.
Nach einer kleinen Einführung dürfen wir bei der Produktion zuschauen,
danach haben wir die Möglichkeit einzukaufen.
Unsere Aktivitäten sind noch nicht zu Ende, ein Besuch in der Ölraffinerie steht noch auf dem Plan,
ein ausgiebiger Einkauf von Oliven, erstklassigem Öl und vieles mehr, bringt dem Tagesgeschehen einen würdigen Ausklang.
Wir fahren nach Maxime zurück,
von diesem Erlebnistag wieder beglückt.
Unser reichhaltiges Abendessen mit täglichem 4 gängigem Menü krönt noch den Tag
und schwimmen im Meer und Hotelpool rundet ihn noch ab.
5. Tag 27.06.03 Tropez-Ramatuel-Grasse
Nach dem Frühstück fahren wir zum Hafen von Maxime, wo uns ein Boot, nämlich die Gipsy 8 erwartet,
wir schippern in die gegenüberliegende Bucht von St. Tropze, Annemarie hat es für uns gechartert.
Gleich hören wir, dass der postimpressionistische Maler Paul Signac sich 1892 in St. Tropez niederließ,
und dem Städtchen Ansehen und Auftrieb erwies.
Annemarie macht uns auf die vielen Villen und monumentalen Anwesen aufmerksam, die bekannte Schauspieler und Milliardäre ihr eigen nennen,
so fallen Namen wie Gunter Sachs, Brigitte Bardot, Romy Schneider und Karajan, Namen die wir alle kennen.
So steht ein Prachtbau mit mehreren prunkvollen Anwesen die Alfajet gehören,
wo Diana ihren letzten Urlaub mit Dodi Alfajet verbrachte, später ums Leben kam, man sagt es war eine Verschwörung.
Wir legen am malerischen Hafen an, einer paradiesischen Landschaft unter Palmen und tiefblauem Meer,
wo die Flaniermeile am Hafen den Schönen und Reichen jede Bewunderung beschert.
Wo englische Ladys und Lords auf Deck ihrer millionenschweren blitzenden Jachten soupieren,
von Kellnern im Frack bedient werden und bestaunt von den weniger Privilegierten.
Der Name Tropez lässt schillernde Träume entstehen, im paradiesischen Land,
tiefblaues Meer, Palmen, Jachten, Geld, Sonne und Sand.
Bevor die Künstler die Küste und den Ort entdeckten, war die Gegend fast unbewohnt,
von Piraten und räuberischen Überfällen nicht verschont.
Unser Stadtrundgang beginnt durch das Gewirr von Gassen in der Altstadt,
und in der Neustadt die Boutiquen alle Luxusmarken der Erde vertreten hat.
Sehenswert ist das geschäftige südländische Treiben auf dem Fischmarkt, wo Fische jeder Art angeboten werden,
wir stehen vor dem Museum, das einst Gefängnis war, gleicht einer Festungsmauer deren Insassen jeglichen Sonnenstrahl entbehrten.
Wir genießen einen herrlichen Rundblick am Hafen auf der Turmterrasse der Zitadelle, wo wir die Stufen erklimmen,
eine großartige Weitsicht auf Meer und Berge und in der glänzenden Sonne das Mittelmeer in sagenhaften Blautönen schimmert.
Zur Mittagspause laden gemütliche Gartenlauben oder Lokale ein,
um 13,00 Uhr sind wir am Bankgebäude verabredet und wollen pünktlich sein.
Unser Bus erwartet uns, wir fahren durch hügeliges Hinterland nach Ramtuelle, das im Inneren der Halbinsel von St. Tropez liegt,
hoch eingebettet in die Landschaft es eine alte Wehrmauer umschließt.
Wir steigen auf den höchsten Punkt und sehen wieder weit ins Land,
immer wieder eine neue Perspektive ein faszinierender Blick entstand.
In diesem kleinen Ort nur 2.000 Einwohner, davon meist ältere Menschen, leben,
mit verwinkelnden Gässchen, ausgetretenen Treppchen und Plätzchen, ist hier eine äußerst gemütliche Atmosphäre gegeben.
Wir fahren weiter ins nahe gelegene Grasse das uns einen unvergesslichen Eindruck hinterlässt,
Annemarie erklärt dazu, dass Berg und Küstendörfer renoviert wurden und so den Touristen
in Ruhe und Geborgenheit versetzt.
Grasse glitzert nicht es glänzt und liegt auf der Beliebtheitsskala der Besucher auf dem 1. Rang,
malerische Häuser in sanften Farbtönen schmiegen sich an den Berghang.
Das Städtchen war um die Jahrhundertwende der bekannteste Kurort,
das Leben geht gemächlich seinen Gang, die Menschen sind liebenswürdig und bodenständig dort.
Genießer und Individualisten die das südliche Flair lieben, lockt diese Hinterland Region an,
der Ort Grasse liegt 400 m hoch in den Bergen, wo man über die traditionellen Ziegeldächer schaut und auf das mondäne Treiben der Küste verzichten kann.
Wir bewundern den alten Kern der einem Kleinod gleicht, mit seinem hoch und tiefgelegenen Gässchen, unebenen Eingängen und Treppchen,
noch aus dem Mittelalter überlieferten kleine steinerne Gärten
ohne Symmetrie sind Pflastersteine angeordnet, groß und klein, einfach so wie es jedem gefällt,
wunderschöne mit Blumen eingewachsene Teracottakübel und Vasen harmonisch dazu gestellt.
Diese idyllische Atmosphäre lässt unsere Herzen höher schlagen,
eine Faszination, wie ein Hauch von vergangen Tagen.
Sehr beeindruckt und mit Wehmut verlassen wir diesen Künstlerort,
zurück nach Maxime, setzen wir unsere Tagesfahrt wieder fort.
Unser schöner Urlaub allmählich seinem Ende neigt,
morgen geht es in Richtung Heimat, das Abendessen nun ein Abschiedessen heißt.
Ein letztes mal noch am Meer und im Pool baden gehen,
wir freuten uns nach Hause, denn da ist es auch wieder schön.
6. Tag 28.06.03 Heimfahrt
Zur frühen Morgenstunde stehen Koffer und Taschen bereit,
nach dem Frühstück verladen wir und brechen ab unsere Zelte heut.
Mit einem weinenden und lachenden Auge blicken wir zurück,
auf dem gleichen Weg geht’s in Richtung Heimat, zumindest das 1. Stück.
Von vielen Eindrücken geprägt, genießen wir die Fahrt in vollen Zügen,
herrliches Wetter und die Überfülle der üppigen Flora , uns den Abschied versüßen.
Südfrankreich, die faszinierende Cote d Azur
hinterlassen in uns eine dynamisch bleibende Spur.
Wo Berge vom Meer aus unmittelbar senkrecht aufragen,
und die Klarheit der Luft und silbriger Dunst die Weite der Sicht tragen,
wo sanfte oder kraftvolle stürmische Winde wehn und die brennende Strahlkraft der Sonne man spürt und schaut,
ja, und Farben, die die Felsen in gleisendes weiß, kraftvolles gelb, azures blau oder purpurnes rot taucht,
wo mittelalterliche Architektur begeistert und die Gassen eng und verwinkelt sind,
und helle Plätze zum Trinken und Essen einladen, man die Welt noch in Ordnung find,
wo lilafarbene Lavendelfelder und silbrige schimmernde Olivenbäume die Sinne betören,
und malerische Weiler, pastellfarben leuchtende Dörfer sich mit dem kräftigen Blau des Himmels verschwören,
wo die kleinen Dörfer beschaulich geprägt und die dunklen Wälder im Hinterland still und fast menschenleer anmuten,
wo an steilen Hängen köstliches Wein gedeiht und die Wasser aus großen Höhen in endlose Tiefen fluten.
Das Paradies ist nah, was kann es schöneres geben,
und wir, wir durften diese Allmacht schauen und erleben.
Wir fahren bei Le Muy auf die Autobahn wo uns bekannte Namen wie Cannes, Monaco in den Tiefen grüßen,
wir passieren die Grenze Frankreichs und Italiens, haben hier die Reisfelder zu Füßen.
San Remo, das wir auch schon kennen ist nun in Sicht,
zahlreiche, gestaffelte Glashäuser kennzeichnen, dass es hier Blumen über Blumen gibt.
Friedl erklärt uns, dass die Abnahme aus San Remo, im Europäischen Markt nicht mehr so gewährleistet ist,
weil ein Jumbojet aus Afrika, jede Woche in Frankfurt landet, dort Blumen einfliegt und so den Handel aus Remo vermiest.
Wir passieren Genua, Mailand wo wie wieder in Erinnerungen schwelgen
und uns schließlich die Skala und der Prominentenfriedhof in Gedanken weiterhelfen.
In der Autobahnraststätte Milano legen wir eine kurze Mittagspause ein
um für die letzte Etappe gerüstet zu sein.
An der Bucht von Lugano uns der Monte Schenerie grüßt,
dieses herrliche Panorama in der Nachmittagsstimmung, uns die Heimfahrt versüßt.
die Schweiz, der Luganersee, Belizona, St. Bernadino, Splügen, Chur, Bregenz sind nächste Stationen,
s´deutsche Ländle hat uns wieder mit heimatlichen Gefielden und Zonen.
Für eine Kaffeepause im Cafe Stuhler sind alle begeistert und bereit,
ein letztes mal serviert das Stuhlerteam, das Tischlein-Deck-Dich heut.
Von Schwabmünchen bis Maxime sind wir einfach 850 km gefahren,
und das Thermometer maß im Schnitt zirka 30 Grad im Schatten.
Unsere Hermine macht sich die Mühe und zählt alle Tunnel die wir in dieser Heimstrecke durchfahren,
so wissen wir nun, dass es 169 waren.
Die Tunnelstrecken zusammengezählt machen 74 durchfahrene km aus
so kommt eine interessante Statistik bei diesem Experiment heraus.
Die Superfahrt neigt sich allmählich seinem Ende,
doch ohne Gruß und Dank auseinandergehen, man gar nicht schicklich fände.
So wollen wir mit Lob und Dank nicht sparen,
sind unser Friedl und Markus doch wieder mit Bravur gefahren.
Der Chef am Steuer ist schon eine Rarität
die wir sehr schätzen, was ein Obulus uns Wert.
Nicht zuletzt soll unserer Rosmarie auch Dank gebühren,
sie ist für uns unentbehrlich, wir sie zur super Stuardesse küren.
Mit Umsicht und mit Freundlichkeit
berichtet und betreut Sie uns, brillant zu jeder Zeit.
Bewährt hat sich auch Seppl nun im Team,
so gilt ein herzlich Dankeschön, auch ihm.
So waren die schönen Urlaubstage doch wieder eine glückliche Zeit,
gepaart mit viel Wissen, Frohsinn und Heiterkeit.
So hoffen wir wieder in diesem Sinn,
dass alle beim Nächsten mal wieder zugegen sind.
Wenn das Reisen wieder ruft,
zu schnuppern den großen weiten Weltenduft.