Ungarn - Plattensee

Reise vom 21.06.-25.06.2004

Von Elisabeth Wanner
Wenn der Juni zieht ins Land,
ist es jetzt schon stadtbekannt,
dass die alljährliche Bäuerinnenfahrt,
vom Stapel läuft wie jedes Jahr,
der Friedl lädt ein und alle kommen mit,
für 5 Tage eine Familie zu sein ist seit Jahren der Hit.
Um 6,00 Uhr ist fröhliche Abfahrt Richtung Buchloe, München zur Salzburger Autobahn,
der Zauber der Vorfreude ist gegenwärtig und steckt uns alle an,
eine herrliche Landschaft begeleitet uns und das Wetter wechselt sich ab mit Wolken und Sonne,
im Berchtesgadner Land grüßt der Wendelstein, Bad Reichenhall, der Chiemsee und setzt
"dem" auf die Krone,
die erste Strecke fährt uns Richard der Junior-Chef bis zur 1. Kurzrast,
dann übernimmt Friedl das Steuer damit der vorgeschriebene Fahrtenschreiberzyklus passt,
in der Zwischenzeit ist die 2. Frühstückspause angesagt,
das Stuhlerteam das Tischlein-deck-dich fertig macht,
unser bewährtes Dreiergestirn, Friedl, Seppel, Rosmarie,
zaubern in Kürze ein kleines Menü,
zur Auswahl stehen Wurst und Käsesemmel appetitlich präsentiert,
dazu wird Tee, Kaffee gereicht und in Stuhlertassen serviert,
weiter geht’s nach Salzburg, Linz, Melk, durch die Wachau,
die Donau begleitet uns mit ihrem berühmten blau,
zuvor hören wir von Rosmarie, dass Wels die 2. größte Stadt ist im Tiroler Land,
und außer boomender Industrie noch als schönste barocke Stadt bekannt,
rechts liegt nun die im Jahre 800 entstandene Stiftskirche St. Florian,
die Orgel ist durch den berühmten Organisten, Anton Bruckner, weit über die Grenzen bekannt,
unser derzeitiger geographischer Punkt ist nunmehr 228 m über dem Meer gelegen,
auf schroffer Felswand gegen Osten zu thront das gewaltige Kloster Melk und grüßt uns entgegen,
in der Gaststätte Rosenberger genießen wir eine kleine Mittagspause,
oder wie die Österreicher sagen eine Brotzeitjause,
eine herrliche Landschaft umgibt uns, der Himmel ist blau,
das Außenthermometer zeigt 22 Grad und das Lüfterl weht lau,
auf die Zisterzienser Abtei hl. Kreuz macht uns Rosmarie aufmerksam,
und vom Drama in Mayerling wo sich Thronfolger Rudolf mit seiner Geliebten 1898 das Leben nahm,
vor uns liegt im Kessel eingebettet das viel besungene Wien, Metropole und Hauptstadt,
zu Zeiten Kaiserin Maria Theresia und Sissi eine Weltmacht,
Wien die Stadt der Theater und der Museen, der Schlösser und Kaffees,
wo Maler, Schauspieler, Musiker, Schriftsteller und Lebenskünstler bestimmen der Donau-metropole Klischee,
die ungarische Grenze ist nah, wir erreichen sie ohne Staus,
hier schwingen die Ostalpen in saften Wellen aus,
Gyor ist die nächste Station, wo wir uns vorbei bewegen,
genannt die kleine ungarische Tiefebene 200 m über dem Meeresspiegel gelegen,
fruchtbarer Lehm und Lössboden lassen im Überfluss Obst und Wein gedeihen,
sich noch dazu Südfrüchte, wie Edelkastanien und Mandeln reihen,
leider müssen wir eine Änderung unserer vorgegebenen Route einlegen,
Preisänderungen und Zeitmangel uns dazu bewegen,
so lassen wir die Benediktiner Abtei links liegen,
und uns Rosmarie einiges erklärt das ich möchte wiedergeben,
so hören wir, dass 1575 Türken die Klostergebäude niederbrannten,
1802 berief Kaiser Franz die Benediktiner zurück, die seither ein geschätztes Gymnasium unterhalten,
die frühgotische Kirche wurde 1225 im Beisein König Andreas geweiht,
und Baumeister und Steinmetze haben dem Raum die schlichte Schönheit verleiht,
unter dem Kreuzrippengewölbe an den Gewölbskonsolen befinden sich Figuren und Masken,
sie symbolisieren Tugend und Laster,
vom südlichen Seitenschiff führt die Mönchspforte, ein prächtiges, spätromanisches Stufenportal in den Kreuzgang,
nicht umsonst wird die Mönchspforte Porta speriosa, kostbare Pforte genannt,
auf unserem Weg hat sich das Landschaftsbild verändert und weicht zunächst in eine weide- ähnliche Ebene aus,
bis sie sich schließlich wieder in eine hügelige, waldbewachsene romanische Gegend verläuft,
Zire, es ist ein kleiner Ort mit einem extrem langen Straßenbild,
schmucke Häuser reihen sich der Straße entlang, in Reih und Glied,
die nächste Stadt ist Vesprem, genannt die historische Stadt der Königinnen,
die sich auf einem markanten Felssporn am Rande des Bakony-Waldes befindet,
auf Grund ihrer reizvollen Lage und der Nähe des Balaton,
gehört sie zum beliebtesten Fremdenzentrum in dieser Region,
allmählich nähern wir uns Siofok mit seinem 15 km langen Sandstrand,
vom Bürgertum goldener und silbener Strand genannt.
Berühmtester Sohn 1882 –1953 ist der Komponist Emerich Kalman,
der mit Operetten wie die Chardas Fürstin und Gräfin Mariza sich machte einen großen Namen,
inzwischen haben wir unser Endziel Siforok erreicht,
ein 4 Sterne Hotel am Seeufer, sich von seiner besten Seite zeigt,
wir fühlen uns gleich heimisch und richten uns im Hotel Panorama ein,
denn für 4 Nächte wird Panorama unser Domizil nun sein,
nach einer kleinen Ruhepause treffen wir uns zum Begrüßungstrunk vor dem Speisesaal,
dem sich ein herrliches warm und kaltes Buffet anschließt, so unser täglich Abendmahl,
ein kleiner Spaziergang in unserer näheren Umgebung rundet ab diesen Anreisetag,
voll Erwartung was der Neue uns wohl wieder bringen mag.
 
2. Tag Budapest
Nach einem super Frühstücksbuffet fahren wir um 8.30 Uhr mit Reiseleiterin Melinda nach Budapest,
wir benützen die Autobahn und Melinda erklärt uns, wie es sich in Ungarn leben lässt,
so erfahren wir, dass der Durchschnittsverdienst monatlich 120.000 Forint etwa 500 – 600 Euro beträgt,
Sozialhilfe ist wenig, sie mit 80 Euro zu Buche schlägt,
Rentner erhalten 150 – 200 Euro, dürfen aber alle öffentlichen Verkehrsmittel umsonst benützen,
jedoch unwillige Arbeitslose 3 Monate im Jahr für den Staat arbeiten müssen,
die Stadt Budapest wird wegen ihres Charms die Schöne genannt,
und ist auch wegen ihrer Kaffeehäuser und Zuckerbäckerfassaden weit über die Grenzen bekannt,
wir erreichen die Stadt, rasten kurz und fahren weiter zum Gellertsberg,
ein 130 m steil zur Donau abfallender Dolomitenklotz, bietet einen prachtvollen Blick auf Budapest,
wo sich auf halber Höhe das bronzene Denkmal des hl. Gellert erspähen lässt,
der, der Legende nach 1046 in ein Fass genagelt ward,
und man ihn vom Berg aus in die Donau gestoßen hat,
die Zitadelle ließ Kaiser Franz Josef 1949 als Mahnmahl errichten,
und Melinda berichtet, dass in und um den Gellertsberg zahlreiche Thermalquellen entspringen,
die vielen Menschen Heil und Segen bringen,
wir fahren weiter über die Elisabethenbrücke, sie wird die weiße Brücke genannt
und Melinda weiß dazu, dass Arbeitslose hier Putzarbeiten verrichten von Hand,
jetzt sind 2 Stunden zur freien Verfügung angesagt,
so manch einer von uns sich in die Markthalle wagt,
unter Gusseisen und Glas gibt es eine Unmenge von Köstlichkeiten, Souveniers, Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch,
alles was man bringt so täglich auf den Tisch.
Salami, Gänseleberpastete und Aprikosenschnaps,
dieser Überfluss ist grandios und überwältigend, für ein Mitbringsel findet jeder etwas,
wir finden uns wieder beim Bus pünktlich ein,
eine Stadtrundfahrt mit markanter Besichtigung wird die Fortsetzung sein,
der großangelegte Heldenplatz mit dem Milleniumsdenkmal, das die Platzmitte beherrscht
ist unser 1. Ziel,
im Vordergrund steht eine 36 m hohe Steinsäule mit einer Bronzestatue des Erzengels Gabriel,
wie er dem Ungarnkönig Stephan im Traum erscheint,
und ihm Krone und ein apostolisches Kreuz verleiht,
im linken Kolonadenbogen beginnt die Statuenreihe von 6 Königen als 1. der hl. Stephan,
die rechte Reihe führt der Türkenbezwinger und sein Sohn an,
4 Statuen symbolisieren Arbeit, Weisheit, Ruhm und Wohlstand,
Melinda erinnert noch an den Aufstand 1956 gegen die Russen, der ein blutiges Ende fand,
anschließend können wir den Tierpark mit den reizvollen Jugendstilpavillons, den Nationalzirkus, den Vergnügungspark und die Oper, beim Vorüberfahren bewundern,
auch das traditionsreiche Feinschmeckerlokal der Familie Gundel,
von Weitem sichtbar, beherrscht die 96 m hohe Kuppel der St. Stephan-Basilika, das Stadtbild von Pest,
instandgesetzt und wieder geöffnet, steht sie fast mystisch im klassizistischen Stil wieder jetzt,
drinnen verschlägt es dem Betrachter fast den Atem vor so viel goldbeladener Pracht,
Plastiken und Glasmosaik zeugen von Größe und Macht,
in der Szeut- Jobb-Kapelle im Untergeschoss wird die Handreliquie des hl. Ungarnkönigs aufbewahrt und verehrt,
alljährlich am 20. August dem Stephanstag wird der Reliquienschrein geöffnet
und dem Volk Einblick gewährt,
4 Marmorsäulen mit korinthischen Kapitelen und schwerem Gold verziert, zählen zu den 34 Marmorarten die die Seltenheit noch nominiert,
in der nahegelegenen Matthiaskirche wurden Sissi, Franz Joseph und andere Könige gekrönt,
das buntglasierte Dach der Kirche ihr imposantes Erscheinungsbild noch verschönt
vor der Matthiaskirche steht ein Reiterdenkmal, das dem hl. Stephanus geweiht
Prinz Eugen, der edle Ritter, sich vor dem ehemaligen Königsschloss einreiht,
Schloss und mittelalterliches Burgviertel wurde Ende des 2. Weltkriegs weitgehend zerstört,
wieder komplett rekonstruiert und von der Unesco samt Donauufer zum Weltkulturerbe erklärt,
der Donau verdankt Budapest seinen besonderen Reiz,
in eleganten Bögen fließt der Strom durch die Stadt, dem einst Mächtige haben mit attraktiven Bauten einen besonderen Flair verleiht,
den Schönheitspreis gewinnt zweifellos das Parlament auf der Pester Seite,
das so viele Türme und Fenster hat, wie das Jahr Tage aufweist,
seit dem Jahr 2000 beherbergt es die Stephanskrone und die Kronjuwelen, auch das Zepter König Stephans hier zu den Kostbarkeiten zählen,
die Budapester Donaubrücken sind eine Augenweide,
jedoch die Kettenbrücke mit ihren mächtigen Pfeilern und steinernen Löwen ist eine Besonderheit,
die weiße Elisabethenbrücke ist uns sehr geläufig und ist sehr elegant,
zum Wiederfinden unseres Busses ein Punkt der sehr markant,
die Margaretenbrücke und anschließende Margareteninsel, ist Dank Melinda uns ein Begriff,
König Bela ließ nach dem Mongolensturm ein Kloster errichten und seine Tochter Margarete lebte 20 Jahre in dem Stift.
Insgesamt besitzt Budapest 9 Brücken über die Donau, davon sind 2 für die Bahn,
die ganze Donau überspannen nur noch 3 Brücken für die Landbevölkerung, sie sind gegen die Städter schlecht dran,
wir befinden uns auf der Fischerbastei mit neoromanischer Aussichtsterrasse man kann sagen ein Touristenmagnet,
das für jeden Besucher an 1. Stelle steht
ihre 7 Türme stehen für 7 Stämme die sich seinerseits an der Donau niederließen,
Ungarn gründeten und so seinen Ursprung besiegelten,
1896 zur Tausendjahrfeier der Landnahme wurde die Fischerbastei errichtet,
und wir über die Donau schauend, die grandiose Kulisse: Berghügel, Matthiaskirche und Hotel Hilton sichten,
das hügelige Buda im Westen und das flache Pest im Osten wurden 1879 zur Hauptstadt vereint,
diese zählt heute mit 1,8 Millionen Einwohnern zur kulturellen und wirtschaftlichen Metropole, so Melinda meint,
wir genehmigen uns noch eine kleine Kaffeepause,
kommen alle pünktlich zur verabredeten Zeit zum Bus, nach der Jause,
sehr beeindruckt von soviel Pracht, so viel Charme und Schönheit, treten wir die Rückfahrt zum Hotel an,
Königin der Donau, voll Pracht und Macht in neuem Glanz erstahlt, man sagen kann,
auf der Fahrt zum Hotel gibt Melinda eine Anekdote zum Besten
und so erzählt sie jetzt ein ungarisches Sprichwort uns, ihren Gästen,
von der ersten Liebe trennt man sich,
wohl aber sie vergisst man nicht.
Zwischendurch erfolgt eine Lektüre zur Sprachverständigung:
So sagt man zu guten Morgen – Juregeld,
Danke heißt – Kässi, zu guten Abend sagt man – Joeschsted,
Esel heißt – Tschozschi, zu Prost sagt man – Egischegedre
Zu auf wieder sehen –tschüts, zum Pferd sagt man kurz – Lo,
und das ist das ganze und gelernte Vokabulo,
wir erreichen unser Hotel und unser alltäglicher Rhythmus, Abendessen und Spazieren gehen
ist angesagt,
wieder ging ein schöner Tag zu Ende und morgen wieder ein neuer tagt,
unsere Melinda macht ihre Sache gut und ist sehr gescheit,
und ab und zu sie ein Witzlein nicht scheut,
so fragt sie die Gruppe "Wer weiß den Unterschied zwischen Parlament und Irrenhaus?",
darauf folgt keine Antwort es rührt sich keine Maus,
sie lächelt verschmitzt und meint in freundlichem Ton,
nur die Rufnummern sind anders vom Telephon.
 
3. Tag Ausflug in die Puszta
Nach dem reichhaltigen Frühstück steht heute eine Fahrt in die Puszta auf dem Plan,
unsere Melinda begleitet uns mit viel Wissen, Charme und Elan,
wir fahren auf sehr sauberen Straßen umsäumt von Akazien, Sanddorn und Holundersträuchern,
und Melinda erzählt uns von des Landes, Sitten und Gebräuchen,
so hören wir, dass früher die ganzen Wiesen und Felder verstaatlicht waren,
jedoch nach der Wende die rechtmäßigen damals enteigneten Besitzer ihr Eigentum wieder zurückerhalten haben,
die landwirtschaftlichen Erzeugnisse bestehen aus Getreide, Roggen, Mais, Zuckerrüben, Sonnenblumen und Weizen,
in Ostungarn findet man Rinder, Schafe und Schweine, auf Wiese und Weiden,
die Bauern wohnen im Ortsverband man kann keine Einzelgehöfte sehen,
sie vertrauen den Banken nicht und haben Angst man könnte ihre Ersparnisse stehlen,
Melinda gibt zur allgemeinen Belustigung einen von ihren Witzchen zum Besten,
und will unsere Lachsalven testen,
Ein Mann mit Göttermine spricht:
"die Frauen sind störrisch wie Esel, mal wollen sie, mal wollen sie nicht"
darauf die Frau gelassen ihre Meinung dazu gibt,
"die Männer sind wie Esel, mal können sie, mal können sie nicht"
von so viel Wahrheit getroffen, seither der Mann, kein Wort mehr spricht.
Wir fahren weiter in die ungarische Puszta, was so viel heißt wie Einöde oder Heide,
Eiche und Erlenwald, Wacholderbüsche und Akazienbäume wechseln sich ab, mit der Weide,
allmählich gelangen wir in ein sehr sandiges und unwegsames Gebiet
wo es Stallungen und Pferche für die Pferde gibt,
wie werden mit einem Begrüßungsschnaps herzlich empfangen,
mit im Ofen gebackenen Langosch und Knoblauchsoße verwöhnt, dazu rhythmische Weisen der Zitterspieler erklangen,
eine zünftige Kutschenfahrt trägt zur allgemeinen Belustigung bei, lustig ging es her,Gespanne waren es drei,
man die Wirkung des Schnapses spürt,
das Hirtenleben vergangener Zeit wird uns mit einer tollen Reitvorführung vor Augen geführt,
Halbblutpferde zeigen ihr Können und mutige Reiter führen sie an,
und das kleine Ponny " Schorschi" alle Liebe der Zuschauer verbuchen kann,
das Mittagessen, bestehend aus Hühnersuppe, Gulasch, Reis, Krautsalat mundet allen gut,
zur Nachspeise wird Maiskuchen serviert und dazu Zwetschgenmus,
eine schwungvolle Tanzeinlage bringt feurigen Chardasch auf´s Parkett,
2 junge Paare geben ihr Bestes tanzen rhythmisch und kess,
unsere Heimreise ins Hotel naht und wir fahren zurück,
dieser Tag war wieder erfolgserlebnisreich, wir sind alle beglückt
wir haben noch einen schönen Abend vor uns, der noch manches verspricht,
die Stadt ist wie ausgestorben, ein Jeder vor dem Fernseher sitzt,
das Fußballländerspiel, das so manches Männerherz höher schlagen ließ,
enttäuschend für Deutschland, nämlich mit einer Niederlage verlief
Deutschland gegen Griechenland 1 zu 2 so ging es aus,
unsere 11 fliegen mit dem nächsten Flieger wie begossene Pudel nach Haus.
 
 
4. Tag Plattensee und Urlaub genießen
Plattensee und Urlaub genießen,
so lautet das Motto und die heutige Devise,
an weinbebauten Uferhängen, führt unser Weg zur hügeligen Halbinsel Tihany, die unter
Naturschutz gestellt,
von 2 kleinen Inseln umrahmt, dem Beloto und dem Kulso-to präsentiert sich die reizvolle Landschaft, noch von der Sonne erhellt,
wir setzen mit der Fähre über und doggen auf der Insel an
ihre geographische Lage 2,5 km breit und 5 km lang,
die Halbinsel Tyany ist mit ihrer weithin sichtbaren Abteikirche und den Lavendelfeldern ein
kl. Paradies,
wir ersteigen die Anhöhe und der herrliche Blick über den fast jadeschimmernden See, ein Jeder genießt,
in der Kirche gilt die Kanzel mit schmückenden Figuren der Kirchenväter als besondere Rarität,
ihre Herkunft verrät den Laienbruder Sebastian Stuhlhoff, der sie in 24 jähriger Arbeit hat erstellt,
auf dem Hochaltar stehen die Statuen der Ordensgründer Benedikt und seiner Zwillingsschwester Scholastika des hl. Stephanus und Ladislaus,
besonders sehenswert ist die Sakristei und Fresken und Schnitzwerken Stuhlhoffs, sie sehen überwältigend aus,
auf der rechten Seite befindet sich der Herzjesusaltar dargestellt mit einem Vogel symbolisiert
Blut Christ,
zur linken Seite ist der nicht minder kostbare Marienaltar zu sehen, der aus Holz geschnitzt und vergoldet ist,
die romanische Krypta mit ihren wuchtigen Rundpfählen
zählt zu den best erhaltenen Baudenkmälern,
im Mittelschiff, fand der Klostergründer, König Andreas der Erste,
im Jahr 1060 seine letzte Ruhestätte
an der Wand hängt eine Kopie
der Gründungsurkunde von Tihany
das kostbare Original befindet sich in Panohalma
eine handgeschriebene Urkunde besiegelt von König Stephan
den ehemaligen Weinkeller der Abtei mit seinen imposanten Tonnengewölben dürfen wir noch bewundern,
dort befindet sich zur Zeit eine Ausstellung namhafter ungarischer Kunst,
nun setzen wir unsere Fahrt fort,
durchfahren den ältesten Badeort,
Balatonfüred, Kurort am Plattensee wo schon 1632 die Quellen mit heilender Wirkung waren bekannt,
Bad Balaton so Melinda, Sitz für Herz- und Kreislauferkrankungen anerkannt,
Melinda berichtet noch vom Reformgraf Szechenyi der am 26. Juli 1825 den berühmten Annen-Ball veranstaltet,
der bis heute als Traditionsfest weiterlebt und Glanzpunkte entfaltet
so gelangen wir allmählich zu unserem Zielort, wo unser Aufenthalt wird sein.
Die Chardas Lovas lädt zum Mittagessen in ihre überdachte Lokalität ein,
feurige Chardasmusik mit 3 virtuosen Musikanten geht noch drein
wir sitzen an liebevoll gedeckten Tischen und der Mundschenk gießt jedem Gast mit dem Weinheber ein spendiertes Glas ein
hervorragend, süffig und bekömmlich ist der Wein
dazu wird Linsensuppe, Fleisch, Hähnchen, Kartoffel und Salat serviert,
aus extravaganten Suppenschüsseln aufgetragen und auf doppelten Holzbrettern garniert,
ein schmackhaftes Essen ein fröhlicher Schmaus,
in luftiger Terrasse mit Blick zur Puszta hinaus,
vom Wein in lustiger Stimmung vom Lachen übertönt,
so wurden wir in der Chardas-Lovas recht herzlich verwöhnt,
wir treten unsere Rückreise zum Hotel Panorama wieder an
heute ist unser letzter Urlaubstag morgen ist die Heimreise dran,
für den Nachmittag ist Freizeit auf eigene Faust angesagt,
so mancher sich in die Fluten des Plattensees wagt,
der Abendtisch ist heute als Grillparty vorgesehen,
es ist unser letzter Abend und er wird bestimmt wieder überschön,
doch Aufbruchstimmung liegt schon in der Luft
Koffer packen, Geschenke verstauen, die Pflicht wieder ruft.
 
 
5. Tag Abschied vom zauberhaften Ungarn
Abschiednehmen ist mit Wehmut und mit Freude gepaart,
unsere Reise neigt sich dem Ende zu, auch in diesem Jahr
nach Frühstück und Koffer verladen, gilt dem Hotel Panorama noch ein letzter Blick,
5 Tage war hier nun unser zu Hause, jetzt geht´s zu unseren Lieben zurück,
unsere Heimroute uns zunächst nach Veszprem führt uns auf´s Transdanubische
Mittelgebirge Einblicke verleiht,
das Gelände hier im Bakony Wald auf 709 m ansteigt,
zurück liegt eingebettet in bizarre Vulkankegel der Balaton in seiner ganzen Schönheit,
das ungarische Meer 14 km breit 77 km lang größter Binnensee weit und breit,
die nächste markante Stadt an unserem Weg ist Sokron
wir singen jetzt beschwingt und die Chorgemeinschaft Graben gibt an den Ton,
Regen hat eingesetzt, wir nehmen von Ungarn das schöne Wetter mit,
dass wir es heim tragen könnten, wäre unsere Bitt,
an der Grenze zu Österreich ist Passkontrolle angesagt,
und ein Jeder seine Papiere aus der Tasche kramt,
wir benutzen nun die Autobahn wo auf der rechten Seite Eisenstadt ist nah,
und der Friedl erklärt, dass sich Schloss Esterhazy befindet da
wir fahren auf der blumengeschmückten Thermenbäderstraße durch´s Burgenland,
bis zum Kurort Baden wo schon König und Kaiser Erholung fand,
wir kommen durch den geschichtsträchtigen Ort Mayerling, wo einst das Drama Rudolf stattfand,
diese Passage ist im Bericht schon einmal benannt,
eine Mittagspause ist nun in der Raststätte Rosenberger angesagt,
denn Hunger und Durst uns plagt,
1 Stunde Pause ist vorgesehen,
fast pünktlich konnte es weitergehen,
diese Ungarnreise wird uns in unvergesslicher Erinnerung bleiben
diese vielen wunderbaren Eindrücke und Erlebnisse suchen seines Gleichen,
der Plattensee, der als Innbegriff von Schönheit und Unendlichkeit gilt
berührt von Sonne und Wolken versetzen stimmungsvollem Spiel,
wo der Himmel und das Wasser einzigartig ineinander fließen,
schon Maler, Dichter und Schriftsteller von der Romantik sich beflügeln ließen
wo herrliche Sandstrände, vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, Fauna und Flora in zauberhafte Landschaft taucht,
und das noble Flair der Monarchiezeit einem Gruß der Vergangenheit haucht,
wo Paprika und Piroschkaromantik seinen immerwährenden Zauber bewahrt,
und reich bestickte Trachten, Gastlichkeit, Herzlichkeit und Liebenswürdigkeit verkörpert die Lebensart,
wo tiefverwurzelte Volkskunst asiatisch geprägt,
und phantasievolle Schöpfungen des Jugendstils bieten unvergleichlichen Flair,
wo echte Puszta fast baumloses Öd- und Weideland, Wanderhirten einst bieten ein karges verklärtes Leben,
und heute eine aufgeschlossene Generation junger Menschen, zielbewusst nach der Wende dem Tourismus begegnen,
all diese Eindrücke haben uns das liebenswerte Land Ungarn nahe gebracht
das nun in unserem Herzen einen immer gegenwärtigen Platz ausmacht.
Heimatliche Gefilde sind uns schon ganz nah,
und beschauliche Freude auf unser zu Hause ist wieder da,
doch bevor wir auseinander gehen uns in alle Himmelrichtungen verstreuen
gebührt noch Dank, bei unserer Stuardes, erstem Pilot und Copilot, für exzellentes Fahren und Betreuen,
alles lief wieder super, einfach Spitze hoch Drei,
viel Lachen, viel Wissen, viel Erleben war wieder dabei.
Und so nimmt das schon halb beendete Jahr seinen Lauf,
eh wir uns versehen weist der Kalender unsere Urlaubsfahrt wieder aus,
so Gottes Will es ist, sind wir das Nächste mal wieder dabei,
mit dem Motto des Turnvater´s Jahn: "frisch, froh und frei!"