Fahrt an den Genfer See
vom 20.06.05 bis 24.06.05
von Elisabeth Wanner
Im Juni ist´s schon stadtbekannt
mit Stuhler-Reisen über´s Land
zu fahren, so in alter Tradition
wer möchte da zu Hause bleiben schon
so scharen sich, wie immer fast die Gleichen,
wenn unser Friedl bläst das Aufbruchszeichen
so lädt er uns für eine Woche an den Genfer See nun ein,
5 Tage wollen wir nun alle eine Familie wieder sein.
Um 6.00 Uhr früh geht´s ab, Richtung Ettringen, Bad Wörishofen
dort werden noch Passagiere aufgenommen.
Unsere Rosmarie, die emsig und mit Liebe uns betreut,
wird unterstützt vom Seppl, der gleichfalls keine Mühe scheut.
So schlagen wir den Weg in Richtung Lindau ein,
bei bester Stimmung und strahlendem Sonnenschein.
Eine kleine 10-minütige Pause bietet sich jetzt an,
Friedl löst seine Vignette und wir entledigen unseren Drang.
Wir fahren am Seeufer der Bregenzer Bucht entlang und genießen die herrliche Aussicht,
wo die Morgensonne sich auf der Wasserfläche spiegelt und ihre Strahlen bricht.
Nach dem Zoll Margrethen wechseln wir auf die Autobahn,
jetzt, im Schweizer-Land, steht unser obligatorisches 2. Frühstück an.
Das Tischlein-deck-dich ist auch gleich bereit,
bei Wurst und Käsesemmeln, Tee und Kaffee vergeht im Nu die Zeit.
Immer wieder weist uns Rosmarie und Friedl in wissenswerte Ereignisse und
örtliche Daten ein,
so sind wir ständig informiert und wissen interessante Geschehnisse über Land und Leute
des jeweiligen Terrains.
St. Gallen ist die nächste Station, die wir aber nicht durchfahren,
bemerkenswert ist dort das Klosterviertel und die Stiftsbibliothek, bestehend aus 2000 handschriftlichen Exemplaren.
Zu Winterthur weiß Rosmarie zu berichten,
Kunsthandwerk und hochkarätige Museumslandschaft sind hier zu besichtigen.
Die Firma Sulzer einst Zugpferd der schweizerischen Industrialisierung,
Hersteller der bekannten Gotthard Lok und der Sulzer Webstühle ist heuer Opfer der
Globalisierung.
Über Zürich, der Stadt die nun am Wege liegt, berichte ich zur gegebenen Zeit,
weil sich bei der Heimfahrt in Zürich ein längerer Aufenthalt einreiht.
In Würenlos legen wir im Mövenpick eine kleine Pause ein,
um, um 11.30 Uhr wieder am Bus zu sein.
In der Bundeshauptstadt Bern steht nun eine Stadtrundfahrt auf dem Plan,
eine Stadt mit 127.000 einwohnenden Eidgenossen, sich sehen lassen kann.
Als Blumenstadt und zum super einkaufen bekannt,
durch das Wahrzeichen des Bären auch Bärenstadt genannt.
Mit seinem Flair ein interessanter Anziehungspunkt,
jedoch böse Zungen behaupten die Eidgenossen hätten die Langsamkeit erfunden.
Wir sind schon zeitig an der Nationalbank unserem vereinbarten Treffpunkt angekommen
und haben nach einer Wartezeit unsere verspätete Führerin aufgenommen.
Gleich hören wir, dass im Jahre 1903 – 1905 Albert Einstein, damals kleiner Angestellter im Patentamt, seine berühmte Relativitätstheorie hat aufgestellt,
auch die malerischen stilvollen Häuserfassaden und 26 Figurenbrunnen zur Einmaligkeit dieser Stadt zählen.
Bern ist auf Sandstein gebaut,
unsere Führerin macht uns auch mit dem Käfigturm, der Spitalgasse, dem Parlamentsgebäude
und den Wasserspielen vertraut.
Wir machen am Bärengraben eine kleine Pause und dürfen 3 Bärengeschwister beobachten
und anschließend eine Kaffeerast noch machen.
Ein Besuch des Rosengartens, den wir mit dem Bus erklimmen, ist unser nächstes Ziel,
ein betörender Duft farbenfroher Rosenrabatten strömt uns entgegen und versprüht einen
beeindruckenden Stil.
Ein sagenhafter Blick über die Dächer der lieblichen Altstadt tut sich uns auf,
in üppiges Grün eingebettet umfließt die Are die historische Altstadt in einer Schlaufe.
Wir durchfahren in sämtlichen Nationen vorkommende Botschaften, die geschmackvollen alten Patrizierhäusern gleichen
und kehren über die Nydeggerbrücke zurück, wo wir noch zu Fuß die Altstadt durchstreifen.
Die Mittelalterliche historische Altstadt ist in Blumen geschmückte Patrizierhäuser und 6 km lange Arkadengänge eingebunden
und hat im Unescoverzeichnis der Weltkulturgüter Aufnahme gefunden.
Wir können das Parlament mit seinem lang gestreckten Gebäude bewundern,
sowie den Käfigturm aus dem 19ten Jahrhundert.
Der knapp 100 m hohe Turm des Münsters überragt die Altstadt
und das Wahrzeichen, der Zytgloggenturm, jede volle Stunde mit einem Glockenspiel aufwart.
Wir hören, dass schon im 12ten Jahrhundert die Fundamente, des zum Wahrzeichen avancierten Turms wurde gelegt
und die Dachbekrönung des ehemaligen Stadttors seit 1770 besteht.
Über dessen beiden Öffnungen je ein riesiges Zifferblatt prangt,
wo jeweils 4 Minuten vor jeder vollen Stunde kündigt ein Hahnenschrei den Beginn des
Schauspiels an.
Wir dürfen miterleben, wie unter anderem mehrere Bären, eine Löwe, ein glockenschlagender goldener Narr
und der altgriechische Titan Kronos als Personifikation mitwirkt und in Zeitlupe verharrt.
Unser Weg führt uns noch zum Kindlifresser Brunnen hin,
wo sich die Brunnenfigur in Form eines Riesen, aus einem kindergefüllten Sack bedient.
Wir beschließen unsere Rundfahrt und Rundgang der Universitätsstadt
und treffen uns wieder bei der Nationalbank zur Weiterfahrt.
Wir treten unsere letzte Etappe auf der Autobahn fahrend an,
die uns zirka 2 Stunden Fahrt noch bescheren kann.
Zimmerbezug und ein vortreffliches Abendessen beschließen den reichhaltig gestalteten Ankunftstag,
mit der Vorfreude was der Neue uns wieder alles bringen mag.
Noch kleine Spaziergänge, die uns in die nähere Umgebung führen
lassen uns die Winzerlandschaft der Waadtländer Riviera erspüren.
Am See gelegen, mit wunderbarem Alpenblick, wohnen wir nah am Schienen und Straßenbereich,
Kommentar Friedl: "So ists halt am Genfersee!"
Ein bischen Lärm muss sein,
bis wir´s gewöhnt sind, sind wir wieder daheim.
2. Tag Gruyeres – Gstaad – Montreux – Panoramazug
Unser reichhaltiges Frühstücksbuffet lässt gute Laune aufkommen,
wir fahren heute zunächst nach Gruyeres und haben unsere Führerin Erika (Fr. Janisch) an Bord genommen.
Gleich erklärt sie uns, dass der See eine Länge von 72 km, eine Breite von 14 km und eine Tiefe von 310 m aufweist,
was für die Fischer ein Segen von 660t Fischertrag im Jahr heißt.
Die gesamte Schweiz hat 7 Millionen Einwohner, davon sich 20 % Ausländer befinden,
und wurde im Jahr 1291 von 3 Kantonen, nämlich den Urichern, den Schwitzern und den
Unterwaldnern gegründet.
Schweizer Soldaten wurden wegen ihrer ruhmreichen Vergangenheit und Tapferkeit als
Gardisten für den Vatikan ausersehen,
genießen heute noch dieses Privileg und müssen aber für den Papst mit ihrem eigenen Leben einstehen.
So ein Gardist muss ledig, katholisch und mindestens 1,74 m groß sein,
verdient 2.000 Franken monatlich und hat alles Sonstige frei.
Die Rohne die in den See mündet benötigt 11 Jahre bis sie ihn durchfließt und wieder verlässt,
wir wissen jetzt, dass ein Rebstock in die Tiefe und Breite wurzelt, es werden etwa eine Länge von 11 m geschätzt.
Neu bepflanzt benötigt ein Stock 4 Jahre bis er Ertrag bringt,
dann können 25 Jahre lang die Kassen klingeln.
Nun erreichen wir das mittelalterliche Bilderbuchdorf Gruyeres und hören, dass es 1.400 Einwohner hat und ist 830 m hoch gelegen,
von weitem sichtbar, mit 4 Türmen und einer befestigten Ringmauer umgeben.
In den Kopfstein gepflasterten Gassen scheint die Zeit seit dem 15. Jahrhundert stehen geblieben zu sein,
die Denkmal geschützten Häuser reihen sich wie im Poesiealbum ein.
Das imposante Schloss, einst Sitz der Grafen von Greyers nehmen wir nicht in Augenschein,
besichtigen das reizvolle Drum und Dran und schauen beim Kirchlein noch rein.
Weiter geht´s, wo wir auf der grünen sanfthügeligen Landschaft weidenden Kühen begegnen,
deren Milch zur Herstellung des berühmten Käse und der Schokolade dient,
ein Exportartikel der seinen Weg international auf der ganzen Welt einnimmt.
Wir erreichen Gstaad und sehen schon das Türmchen geschmückte Grandhotel, das
exklusivste der Welt,
hier steigen seit über 90 Jahren noble Gäste ab, des internationalen Jet-Set mit viel Geld.
Es thront wie ein Märchenschloss hoch über dem Ort,
hat 106 Zimmer und Suiten und bietet jeglichen Komfort.
Ins renommierte Internat Le Rosey ganz in der Nähe, schicken die superreichen ihre
Sprösslinge der Bildung wegen,
auch die englische Prinzessin, Königin der Herzen, untervergessene Diana, konnte einst in diesem sonnigen Tal den Grundstein ihres Wissens legen.
Gstaad ist ein moderner Kurort der Glitzerwelt der Schickeria,
die den charmanten Bergort im Winter nützen wegen des Schneereichtums und der
sonnigen Tallage.
Wir haben noch genügend Zeit, den Ort, der seit 1998 eine autofreie Promenade hat
zu erkunden,
und so kann ein Jeder, den idyllischen Ausblick und die prunkvollen Chalets in Ruhe bewundern.
Jetzt fahren wir mit dem einzigartigen goldenen Panoramazug nach Montreux, durch die
zauberhafte Landschaft der Berge und der saftigen Wiesen,
komfortable Aussichtswagen mit großen Panoramafenstern ermöglichen uns Ausblicke ins
verborgene Naturparadies.
Am fernen Horizont schimmert das Felsgebirge noch mit glitzerndem Schnee bedeckt,
über allem wölbt sich dieser unglaubliche Wattewolkenhimmel weiß und blau, der Sehnsüchte weckt.
Wir sind beeindruckt von dieser Faszination und dieser Vielfalt im grandiosen Alpenrundblick
und nun geht es mit dem Bus nach Montreux.
Schon von weitem sehen wir an kühner Stelle
geparkt unseren in orange Farben prangenden Bus,
abgestellt und alleine gelassen, so steht er da ohne den Boss.
Schon in Sorge geraten, warten wir geduldig verharrend in kleinen Gruppen,
weil zugesperrt, können wir nicht einmal hupen.
Doch dann, oh Freude wir haben ihn wieder,
die Vöglein hat er gefüttert und gelauscht ihren Liedern.
Wieder geht ein schöner Tag zu Ende, wir fahren zum Hotel zurück,
ein herrliches Essen wartet schon auf uns, des Abends Abschluss, letztes Glück.
3. Tag Mont Blanc Chamonix
Unser reichhaltiges Frühstück stärkt uns täglich auf´s Neue,
mit viel Elan und Unternehmungsgeist wir den heutigen Tag ansteuern.
In Montreux nehmen wir unsere Erika wieder auf,
mit Wissen und Charme vermittelt sie uns wieder einiges im heutigen Tagesablauf.
Wir durchfahren das Unterwallis eine kurvenreiche Strecke,
eingebunden hüben und drüben in die zauberhafte Gebirgskette.
Sanfte Hänge, gepflegte Weinberge und Almwiesen begegnen uns,
bis wir das Städtchen Martigny erreichen, bekannt durch seine vielseitige Kunst.
Erika weist uns auf das Salzbergwerk Bex drauf hin,
im ausgebauten Werk man jährlich 40 – 50.000 t Salz gewinnt.
Wir durchfahren Sermonic, eine bedeutende Stätte der Christenheit, ja der ganzen Welt.
Dazu sich ein Kloster mit Jungenpensionat bester Erziehungsweisen gesellt,
Erika weiß, dass am 8. Juli 1786 die Erstbesteigung des Montblanc stattgefunden hat,
ein Arzt Dr. Paka und Herr Balma haben diese unvorstellbare mutige Pioniertat vollbracht.
Später beim Bau der Bahn, mussten 30 Männer, je 30 kg Kabel transportieren,
mit der damaligen einfachen Ausrüstung mussten sie durch unwegsames Gelände marschieren.
Wir erreichen das 13.000 Einwohner zählende Martigny, man erkennt es schon von Weitem,
denn die hoch über der Stadt thronende Ruine der Mittelalterlichen Bischofsburg La Batias
es andeutet.
Wir hören, dass bereits die Römer schon die verkehrsgünstige Lage haben geschätzt und ihre Vorteile gewusst,
noch heute werden die Fernstraßen von hier aus gen Süden nach Frankreich und über den
großen St. Bernhard genutzt.
Jetzt bringt uns der Montblanc Express durch die zauberhafte abenteuerliche Trient Schlucht,
eine phantastische Fahrt in einer grandiosen Landschaft mit Schwindel erregenden Tiefen und
Höhen, eine Wucht.
Tosende Wasserfälle und zugleich reizvolle Idylle
wechseln sich ab mit Alpenrosen blühender Fauna und Flora in Hülle und Fülle.
Wir genießen grandiose Ausblicke von dieser unbeschreiblichen wilden Schönheit und sind hingerissen und fasziniert,
doch so ganz allmählich wir die Grenze nach Chateland passieren.
Nun fahren wir mit unserem Bus wieder in Frankreich weiter, zum weltbekannten Kurort Chamonix,
der sich am Fuß des höchst gelegenen Berges Europas, dem Montblanc präsentiert.
Jetzt haben wir 3 ½ Std. Zeit zur freien Verfügung
und unsere Erika hat dreierlei Vorschläge zu unserem Vergnügen.
So wählt die kleinere Gruppe die Fahrt mit der Gondel zum Aigille DE MIDI der eine
Höhe von 3.842 m hat,
eine wundervoll phantastische Fahrt in die Montblanc Kette an einem Tag, den Gott dafür gemacht.
Eine größere Gruppe nützt den Vorschlag mit Gondeln auf den 1.894 m hohen Berg Flegerl
und haben eine atemberaubende Aussicht in die Montblanc Kette.
Die dritte Gruppe erkundet mit dem Talbähnle die nähere Umgebung,
so findet jeder für sich, nach seinem Geschmack, eine freudvolle Begegnung.
Wir verlassen Chamonix und fahren über den Forclaz-Pass wieder zum Hotel zurück,
dieser Tag nimmt einen gebührenden herrlichen Abschluss mit sagenhaften Ausblicken in
Täler, Berge und Schluchten noch von der Nachmittagssonne entzückt.
Für die letzte Etappe hat Friedl die Autobahn vorgesehen,
eingebettet in die Waliserberge genießen wir die Fahrt zurück zum See.
Ein Stau lässt uns die Autobahn wieder verlassen,
so benützen wir die am See gelegene Straße.
Wir durchfahren noch die reizvollen verbleibenden Städtchen
und können interessante Objekte beschauen mit all ihren verwinkelten Gässchen.
So steht auf dem Hügel von Vervey, wo Charlie Chaplin einst seinen Alterssitz einrichtete,
eine ihn darstellende Bronzefigur, die hier zu den besonderen Sehenswürdigkeiten zählt,
uns Erika berichtet.
Unser Abendessen und noch gemütliches Beisammensein ist unser täglicher Rhythmus
und bindet den Abend ein zum fröhlichen Schluss.
4. Tag Lausanne Schloss Chillon
Frühstücken wie der Kaiser ist unser täglich 1. Gebot,
heute fahren wir mit unserer Erika nach Lausanne der Hauptstadt des Kantons.
Im Laufe der Fahrt hören wir von Erika, dass der größte Lebensmittelkonzern der Region
Heinrich Nestle ist
1867 produzierte er das weit über die Grenzen bekannte Kindermehl, das auf der ganzen Welt
Anerkennung find.
Wir wissen auch, dass 220.000 Angestellte Arbeit und Brot finden bei dem als Tüftler bekannten Heinrich Nestle,
sein Warensortiment umfasst 15.000 Artikel, Qualität bekannt als die Beste.
1938 kam noch die Erfindung des Nesskaffee´s dazu und schlug groß ein,
ein anerkannt gesundes Unternehmen, das allen Wohlstand bringt und an 2. Stelle, größter
Arbeitgeber ist der Anbau von Wein.
Erika berichtet, dass Lausanne ein bedeutender Handelshafen des Bischofs- und Marktstädtchens der Waadt ist
und außerdem hat das eidgenössische Bundesgericht und das IOC hier seinen Sitz.
Im Schatten von Genf, stieg Lausanne zur wichtigsten Dienstleistungsmetropole auf
und das Wahrzeichen der Stadt ist der prachtvolle mit 5 Türmen versehene dreischiffige gotische Kirchenbau.
Lausanne verteilt sich auf 3 Hügel die teils Treppenwege und Brücken miteinander verbindet,
hoch über dem Genfer See liegt die Altstadt die für Autos gesperrt, ein Labyrinth von Gassen einbindet.
Gleich erreichen wir auf dem Quai d Uschi das Museum Olympia wo vor der säulengeschmückten weißen Marmorfassade in einer Granitschale beständig das Olympische Feuer brennt,
das in jeden Teil der Erde getragen wird, wenn die Olympiade beginnt.
Jetzt wollen wir das Olympische Museum in Augenschein nehmen
und erfahren, von der Antike bis zur Gegenwart vieles auch über Geschichte und Geschehen.
Lausanne ist Universitätsstadt und zählt 14.000 Studenten ,
hat 126.000 Einwohner, eine berühmte Hotelfachschule, die ganze Welt steht offen den Absolventen.
Unser Weg führt uns nun an den mondänen Kurort Montreux, der am Genfer See als Logenplatz bekannt,
als Juwel der waadtländischen Riviera wegen seines milden Klimas und seiner hübschen Lage
so genannt.
Montreux zieht sich mehrere km am Ufer entlang und ist heute auf 20.000 Einwohner aufgestiegen,
einst Fischer- und Winzerdorf bis heute luxuriöser Ferienort, der mondänen Gesellschaft geblieben.
Alljährlich sich die Musikwelt seit 1967 zum Jazzfestival trifft
Und bekannte Namen wie Nina Simone und Angi Stone, seine Zuhörer verzaubert und auch Institutionen hilft.
Darüber hinaus kann Montreux mit einem der meistbesuchtesten Schlösser aufwarten,
nämlich dem Chateau de Chillon einst Sitz der Savoyer Grafen
ein Wasserschloss zu dem wir jetzt starten.
Es ist auf einer kleinen Felsinsel erbaut,
das man mit seinen Türmen und doppelter Befestigungsmauer als die schönste Burg der Schweiz bestaunt.
Unsere Führerin erklärt uns, dass das Schloss in 3 Teile gegliedert ist
alle Besucher kamen durch die Zugbrücke und betraten den Hof der den niedrigsten Punkt aufwies.
Der 2. Teil war dem Schlossherrn vorbehalten,
im 3. Teil befindet sich der Empfangssaal wo im hinteren Bereich sich eine kleine Wohnung noch gestaltet.
Wir besichtigen zunächst die Kellerräume die einst als Kerker dienten,
wo viele politische Gefangene gefoltert, gequält und erpresst wurden, in diesen düsteren
Verliesen.
Senkrecht in den See abfallende Mauern sind Zeugen des berühmt berüchtigten Ort,
wo der mittelalterliche Galgen, sorgte für jegliche Art von Mord.
Wir hören, dass der englische Dichter Lord Byron,
eine Ballade schrieb die sich nennt der Gefangene von Chillon.
Darin verewigt er den Genfer Francois Bonifard, bis zur heutigen Zeit,
unschuldig lag dieser 4 Jahre in Ketten und wurde während der Berner Eroberung des Waadt befreit.
Wir sehen die Wohn- und Wirtschaftsräume die sich gruppieren um einen mächtigen Bergfried,
der von wuchtigen 3 m dicken Mauern und halbrunden Flankentürmen umschlossen wird.
Der große Grafensaal mit seiner spätgotischen Kassettendecke ist besonders sehenswert,
alte Waffen und Rüstungen lagern dort und zeitgenössisches Mobiliar dem Betrachter
Einblicke in die damalige Zeit gewährt.
Mächtige Eichensäulen eine besondere Rarität, sind noch im Originalzustand erhalten,
die Decke wurde durch Wassereinbrüche beschädigt, wieder restauriert und im
alten Stil gestaltet.
Das Schlafzimmer des Grafen beinhaltet einen Steinofen und ein Bett 1,97 m lang,
dazu 2 Toiletten und einen nur dem Grafen zugänglichen Fluchtgang.
Erwähnenswert ist noch die faszinierende Kapelle im gotischen Stil erbaut,
wo man wieder die Einzigartigkeit der wiederentdeckten kostbaren ikonenartigen
Bemalung bestaunt.
Unser Schiff erwartet uns schon zur Überfahrt, wir legen unsere Heimfahrt auf dem Wasserweg zurück
und genießen bei Kaiserwetter dieses uns noch vergönnte Glück.
5. Tag Heimreise
Ein letztes Frühstück, Koffer verladen, einsteigen und noch ein letzter Blick,
wir verlassen wieder unseren Urlaubsort denn jetzt geht´s nach Hause zurück.
Wir verlassen den Genfer See, der Tag und Nacht seine Schönheit ausstrahlte und
Dichter zu Versen inspirierte,
auch uns manchen schönen Augenblick malte und kreierte.
Die schneebedeckten Berggipfel bilden eine graziöse Abschiedskulisse in der Ferne
und so befinden wir uns auf dem Weg zur Autobahn – Richtung Bern.
Wir erreichen Zürich und die Limmat die uns immer wieder begleit,
überbringt uns die letzten Urlaubsgrüße berührt uns mit Wehmütigkeit.
Ein 3-stündiger Aufenthalt bindet sich in dieser Kulturmetropole ein, die man die heimliche Hauptstadt nennt,
mit 360.000 Einwohnern, man sie als größte Stadt der Schweiz kennt.
Altstadtidylle und weltmännisches Flair kennzeichnen die Stadt die vom Fluss Limmat geteilt,
beschauliche Erker und prächtige Zunfthäuser säumen die Ufer, wo der Beschauer entzückt verweilt.
Verwinkelte Gassen präsentieren sich hinter alten Gemäuern,
ein Hauch von Nostalgie, edle Modeboutiquen, Pelzgeschäfte und Juweliere, die die 1,5 km
lange Nobelmeile schlechthin verteuern.
Wir besichtigen das Frauenmünster und das von Marc Chagall entworfene Glasfenster
zieht uns in seinen Bann,
dieses außerordentlich gelungene Kunstwerk vermittelt Glaube, Trost und Zuversicht
und stellt dar die Weltenbahn.
Tiefes blau, das sich in zartes Azur verklärt
vom 20 m hohen Spitzbogen leuchtend uns den gotischen Stiel erklärt.
Als Hauptkirche sticht das Großmünster hervor,
in der Dreiergruppe gibt die 3-schiffige Emporenbasilika an den Ton.
Im Inneren sind die korinthischen Kapitäle, der Kreuzgang mit seinen Wandmalereien
besonders wertvoll,
im äußern Erscheinen zählen die an 4 Seiten befindlichen Zifferblätter mit 8,70 m
Durchmesser zu den größsten Europas , sie sind eine Attraktion.
Wir treffen uns wieder ohne Zwischenfälle am Bus vor dem Rathaus,
wir fahren weiter und Friedl kündigt an, er gibt eine Party mit Kaffee und Kuchen aus.
Das Tischlein Deck dich ist wieder gefragt,
danach setzen wir gestärkt und gut gelaunt weiter unsere Fahrt.
Unser Weg führt uns über Winterthur St. Margarethen nach Bregenz in unser Heimatland,
wo der Bereich Schweiz beim Eintauchen in Bregenz sein Ende fand.
Diese Reise zu den Eidgenossen war wieder ein voller Erfolg an gewonnenem Wissen und
an Sehenswürdigkeiten,
sie wird uns noch lange Zeit nachhaltig beschäftigen, erfreuen und begleiten.
Dort, wo die Bergwelt der Alpen geradezu bezaubernd und traumhaft einbindet
und sich unverfälschtes Brauchtum erhält und wiederfindet.
Wo duftende Rosen mit gelben Ginster wetteifern, dazu Palmenblätter rauschen und die
überschwängliche Natur mit seiner fast subtropischen Blütenpracht die Beschauer verzaubert.
Wo Berg und Seilbahnen durch wildromantische Trassen und Schluchten führen,
vorbei an blühenden Alpenwiesen, abgeschiedenen friedlichen Bergdörfer mit
kleinen Kirchlein brillieren.
Wo der Anblick der majestätischen Savoyer Alpen eine grandiose Kulisse bietet
und die schroff zum Ufer hin abfallenden Bergzüge sich im 581 qkm großen
Binnensees Mitteleuropas wiederspiegelt.
Wo der schneebedeckte 4.807 m hohe Montblanc als zentraler Blickfang imposant
die Erinnerung prägt
und in diesen sonnenverwöhnten Waadtländer Alpen das Herz der Schweiz schlägt.
Wo die Sagengestalt Wilhelm Tell, bekannt durch weltweite Überlieferungen zu Hause ist,
und ein motivierter Wirtschaftsstandort einfallsreiche Taschenmesser und zuverlässige Präzisionsuhren fertigt und einen hervorragenden Ruf genießt.
Wo die internationale Finanzwelt eine führende Rolle spielt
und die Diskretion der Banken geradezu sprichwörtlich ist.
Wo Politiker aus aller Welt verhandeln und beraten
und das rote Kreuz und die WHO ihren Sitz und die vereinten Nationen ihr Hauptquartier haben aufgeschlagen.
Allmählich spüren wir schon wieder engere heimatliche Luft,
Vergangenheit ist schon der großen weiten Weltenduft.
Wie immer wollen wir unsere Verehrung beweisen
und uns beim Stuhlerteam erkenntlich zeigen.
Es war wieder vom Feinsten und wird immer cooler
das Reisen mit der Firma Stuhler.
Hier fährt der Chef des Hauses unser Friedl,
eingebunden von seinem Team den anverwandten Schmiedler.
Fahrweise und Betreuung super stark
wieder in´s Schwarz getroffen bis ins Mark.
Und immer wieder gibt´s die Frage neu,
"Gibt es ein Nächstes mal?," wir bleiben treu.
Und hoffen, dass es uns von Höherem beschieden ist
wenn´s wieder heißt, auf, auf, die Segel sind gehisst.
