
Fahrt ins Friaul Julisch Venetien
19.06.-23.06.2006
von Elisabeth Wanner
Alljährlich im Juni sind wir alle bereit
denn jetzt ist das Reisen wieder an der Zeit.
Italien, das Gebiet im Nordosten ist heuer unser Ziel,
verspricht Kunst und Kultur und der schönen Landschaften viel.
Wie immer chauffiert uns der Friedl, was uns besonders freut,
auch Rosmarie uns auch heuer wieder aufīs Beste betreut.
Und der Dritte im Bund, der Seppel ebenfalls keine Mühe scheut.
Um 6.00 Uhr Früh, heißt die Parole Leinen los, ab gehtīs Richtung Graben,
Untermeitingen und Wörishofen, dort werden noch Mitreisende herzlich aufgenommen.
Wir fahren zur Autobahn München, Salzburg, eine traumhaft schöne Panoramafahrt.
Hüben und drüben eingerahmt in Berge und Gebirgsmassive zum Greifen nah.
Beim Vorwegweiser Kufstein verlassen wir die Autobahn,
jetzt ist unser schon traditionelles Stuhler-Frühstück zum Einnehmen dran,
das Stuhler-Team hat in Windeseile das Tischlein-Deck-Dich aufgebaut,
mit Wurst und Käsesemmeln, Kaffee und Tee werden wir verwöhnt und sind in Kürze
mit allen Mitreisenden vertraut.
In bester Party-Laune inzwischen im Tiroler-Land, geht es vergnüglich weiter.
Vor uns liegt in seiner ganzen Majestätischen Schönheit das Gebirgsmassiv des wilden Kaisers.
Ellmauer Schneefeld, Töerl, Kitzbühler Horn, Stanglwirt, St. Johann sind uns nun ein Begriff.
Weil unser, nicht nur super Fahrer, gibt so manchen guten Tipp.
Auch Rosmarie klärt uns immer wieder über wissenswertes und Land und Leute auf,
und so nähern wir uns Kitzbühl im weiteren Fahrtenverlauf.
Kitzbühl wo sich der Hochadel, sprich Schöne und Reiche, nicht nur zum Skifahren trifft,
sondern auch Domizil vieler bekannter Persönlichkeiten ist.
Wir fahren zum Jochberg empor und genießen in vollen Zügen
ein Paradies, wo alle Schönheit dieser Welt lässt grüßen
Von hier aus führt in Serpentinen abwärts die Straße,
von schneebedeckten Schluchten und Bergen umsäumt von munter fließenden Bächlein begleitet in göttlichen Maßen.
Wir erreichen den Thurn-Paß und durchfahren 6.200 m Tunnelstrecke, tief durchīs Tauernmassiv,
am Ausgang sind wir in Osttirol wo uns ein strahlend blauer Himmel begrüßt,
wir spüren trotz der Höhe den Hauch des Südens
das Tauernbach und Iseltal liegt uns zu Füßen,
von hier aus führt in Serpentinen Iselabwärts die Straße
und so erreichen wir etwa eine Stunde entfernt Lienz auf dieser Trasse
Lienz ist Bezirkshauptstadt, es leben dort 12.000 Einwohner
ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum in dieser Zone.
Um die Mittagszeit erreichen wir Lienz und legen eine Pause ein
und nutzen die Zeit zu einem Bummel in der Altstadt noch obendrein.
Zum verabredeten Zeitpunkt sind alle wieder da,
wir fahren weiter und die karnischen Alpen, hoch und Wald bewachsen sind ganz nah.
Wir durchfahren das Trauthal mit dem 800 m hohen Gailberg in schwindelnde Höhe empor,
lassen den Plöckpaß hinter uns und erreichen Hermagor,
Tolmetzo ist die nächste Station die wir passieren,
und schon bald wir die Nähe unseres Endziels spüren.
Am Tor zur Ebene von Friaul beginnt ein anderes Landschaftsbild,
die Berge verschwinden ganz und die Ebene beginnt.
Allmählich neigt sich der Tag, wir erreichen Udine unsere Endstation.
Im 3- Sterne- Hotel Fruili in Zentrumsnähe, erwartet man uns schon.
Schlüsselübergabe, Zimmerbezug stimmt uns schon super ein,
für 1 Woche wird hier in diesem wunderschönen Ambiente unsere Heimstadt nun sein.
Nach einer kleinen Ruhepause machen wir uns frisch,
und treffen uns um 19.15 Uhr im Restaurant unseres 3- Sterne-Hotels zum Stehempfang und anschließendem Abendtisch.
Ein 4-gängiges Menü rundet ab diesen Tag,
voll Erwartung, was der Nächste alles bringen mag.
2. Tag Udine und Cividale del Friuli
Mit Kaiserwetter und Kaiserfrühstück der 2. Tag beginnt
und unser festgelegtes Programm um 9.00 Uhr seinen Anfang nimmt.
Unsere Führerin Antonella begleitet uns nun den ganzen Tag,
denn viele Sehenswürdigkeiten und viel Wissenswertes ist angesagt.
Unter sachkundiger Führung erleben wir die Stadt Udine, die ihren einstigen Wohlstand bis heute erhalten hat.
Zur Geschichte hören wir, dass Udine 983 erstmals in den Analen auftaucht
und 1225 vom Kaiser Friedrich II. das Marktrecht bekam,
1420 mit dem gesamten Friaul an Venedig fiel, war bis 1797 dort Untertan.
Udine ist das städtische Zentrum Friauls und beherbergt 100.000 Udinesen,
ist vom alpenländischen und venezianischen Jugendstil geprägt und gilt als besonders erlesen.
Die Stadt erstreckt sich um einen Moränenhügel, der das Castello trägt,
elegante Geschäfte und kleine Osterien die stilvolle Lebensart prägt.
Wir stehen vor dem schönsten und ungewöhnlichsten Platz, der Piazza Della Liberta
mit seinen Arkadengängen, dessen Bauten die eleganten Kulissen voll venezianischer Pracht bilden und den Betrachter in seinen Bann nehmen.
Hochelegant rosa-weiß gestreift ist die Anlage, dank ihrer unterschiedlichen Elemente harmonisch gefügt,
Palazzi, Stufen, Statuen bilden eine Besonderheit und sind über die Grenzen berühmt.
Kraftstrotzende Barockstatuen von Herkules und Kakus verleihen der Piazza Festlichkeit,
inbegriffen Säulen mit dem Markusbrunnen und Personenstatuen der Gerechtigkeit.
Zum Castello führt ein gotischer Laubengang, den wir durch den Arco Bollani, einen Triumphbogen betreten,
auf der Höhe können wir den aus dem 15. Jahrhundert entstandenen Bau bewundern und
einen herrlichen Gesamtüberblick erleben.
Zur Anlage auch die Kirche Santa Maria Castello gehört, die im langobardisch romanischen Stil geprägt,
das älteste Gotteshaus Udines ist und auf das 6. Jahrhundert zurück geht.
Fresken in den Apsiden byzantinische Kunst zeigen,
und Reliquien des hl. Julius die Kirche bereichern.
In der rechten Seitenabsiss befindet sich die Muttergottesstatue 12. Jahrhundert,
die aus Holz bestehende, doppelstöckige Renaissancefassade können wir noch bewundern.
Wir steigen die vielen Stufen zur Piazza Della Liberta wieder hinunter und treffen uns
mit den anderen,
Antonella setzt die Führung fort, wo wir anschließend beim Dom landen.
Dort betreten wir über das Seitenportal das Innere, weil Restaurierung den Hauptzugang verhindern,
wertvolle Stuckfiguren, Malerei und Schmuckwerke man dort findet.
Gemälde von Tipoli befinden sich in der 1., 2. und 4. Seitenkapelle rechts,
berühmt sind die Marmorarbeiten des Altars und die beiden Grabmäler vom Manin Geschlecht.
Auch im Oratorium, das wir besichtigen dürfen, sind Fresken von Tipoli und Sohn,
für uns beglückend zu wissen, dass Tipoli auch in der Würzburger Residenz arbeitete schon.
Jetzt fahren wir zu den Ursprüngen der langobardischen Kultur, da wo der Natisone aus
den julischen Voralpen in die Ebene fällt,
inīs Städtchen Cividale del Friuli, das durch eine Fülle von Baudenkmälern seine Bedeutung erhält.
Seine hellgrauen Häuser säumen den üppig mit grünem Buschwerk gefassten Fluss,
und die Teufelsbrücke, die auf zwei geschwungenen Bogen erbaut ist überqueren wir zu Fuß.
Zur Geschichte:
Cividale ist eine Gründung Cesars (50 vor Christus) nannte sich Forum Juli Jahrhunderte lang,
die Langobarden fielen 568 über das Isonzotal ein, Cividale wurde Hauptstadt, eine 200 jährigen Blütezeit begann.
Antonella führt uns nun zum faszinierendstem Bauwerk, dem Tempietto das im 8. Jahrhundert am Steilufer des Natisons entstand,
ein Gebetstempelchen, zum Ruhm der lang ob. Könige erbaut, als Kleinod bekannt.
Äußerlich unauffällig, entfaltet es im Inneren eine einzigartige Pracht,
filigrane Bildhauerkunst von langobardischen Meistern gemacht.
6 weibliche Kalkstuckfiguren flankieren ein üppig verziertes Fenster,
feinsinnig sie sich einander mit wissender Geste zuwenden.
Darunter wölbt sich ein filigranes Flechtwerk aus Weinlaub und Trauben,
Bildhauerkunst romanische Stilepoche aus Stein gehauen.
Die ältesten Fresken byzantinische Tradition 8. Jahrhundert,
Blattwerkkapitelle der Säulen unterteilt den Chor in 3 Schiffe und sind zu bewundern.
Auf dem Zurückweg schauen wir noch in den Dom,
nach der Siesta wieder geöffnet hat der jetzt schon.
Schmuckstück, die große Silberschmiedearbeit im Zentrum des Hochaltars ist,
sowie die Reliefs und das achteckige Taufbecken, Zeugnis der langobardischen Steinmetzkunst gibt.
Jetzt ist ein Besuch beim Weingut Rubin eingeplant,
Kostprobe der berühmten Weine und eine zünftige Brotzeit bei allen gefallen fand.
Vom Probieren und Kosten kam bald eine lustige Stimmung auf,
und der Genuss des Krabbas gab noch eines drauf.
Was der Einkauflust sehr dienlich war und Beschwingtheit brachte,
so, man bei der Heimfahrt, fröhlich sang und lachte.
Wir fahren mit viel neuem Wissen ins Hotel zurück,
und sind beim gemütlichen Beisammensein des Abendessen aufīs Beste beglückt.
3. Tag Aquileia Grado und San Daniela
Zeitig beginnen wir, auf der baumgesäumten alten Römerstr. Augusta Giuleia unsere Tagesfahrt,
die durch eine platte, weite Ackerlandschaft auf die Küste und Lagune von Grado zuführt und zum 1. Ziel Aquileia hat.
Zur Geschichte hören wir, dass 181 vor Chr. die Römer diesen Ort an der günstigen Küstenlage gründeten,
dieser bald zu einer der wichtigsten Städte avancierte, wo man entsprechend prachtvolle Bauten, Villen, Paläste und Thermen findet.
Als goldene Stadt von den Griechen benannt wo römische Kaiser residierten,
und in dieser Blütezeit der Evangelist Markus missionierte,
setzte die Völkerwanderung ein abruptes Ende, der Hunnenkönig Attila ließ 452 Aquileia in Brand stecken,
wieder neu errichtet zerstörten die Langobarden 568 die Stadt mit Schrecken.
Bis ins 11. Jahrhundert in Ruinen, eroberten 1421 die Venezianer die Stadt,
ab dem 16. Jahrh. regierten die Habsburger, nach dem 1. Weltkrieg wurde die römische Metropole Gebiet des italienischen Staats.
Schon von Weitem sieht man den romanischen Kirchturm der Basilika Santa Maria 73 m hoch 4. Jahrh.,
zwischen der keilförmigen Holzdecke und dem Fußboden sind über 1000 Jahre geschichtliche Ereignisse verbunden.
Wir können den best erhaltendsten Fußbodenmosaik des Abendlandes bewundern,
gläsernde Laufstege gleichen den Höhenunterschied des Mittelalterlichen Bodens aus,
Szenen des Fischfangs, Trauben, Blumen und Brot, machen einen Teppich daraus.
Wir erfahren vom Kampf mit dem Hahn und der Schildkröte, wo der Hahn das Gute darstellt,
die Schildkröte Bewohnerin der Finsternis, ist Symbol des Bösen in dieser Welt.
Unser 2. Ziel, Grado, ist an der Spitze einer Halbinsel gelegen, die eine kleine Lagune umschließt,
und so, durch einen Straßendamm überīs Wasser, zu erreichen ist.
Wir haben eine Überraschung in Aussicht und jetzt ist es klar,
ein Bootsausflug, zum Marienheiligtum der Seefahrer, wird wahr.
In der Lagune von Grado zwischen Pinien und der Insel Rotta,
liegt im Grünen, die anmutige Insel Barbana.
Auf 4 Hektar drängen sich Kirche, Kloster, ein Hospiz, ein Haus geistlicher Exerzitien und ein Restaurant,
ein kleiner Rosengarten, ein Gemüsegarten und ein schöner Rasen mit altem Baumbestand.
Die Kirche ist sehr beeindruckend besonders besticht das große Fresko an der Altarwand,
das die heilige Jungfrau in ihrer Glorie darstellt,
und das Deckengemälde des Alten und Neuen Testaments und über allem, die hl. Dreifaltigkeit besonders ins Auge fällt.
Eine wunderschöne Statue aus Holz zeigt die Gottesmutter in Lebensgröße,
als Königin, als Mutter der Kirche erhaben gegen das Böse.
Auf der schmalen Wasserstraße führt uns unser Schiff von Barbana nach Grado zurück,
der Himmel ist ungewöhnlich klar, der Kirchturm spiegelt sich im hellblauen Wasser der
Lagune und bietet einen letzten Abschiedsblick.
Nun haben wir eine 2-stündige Pause zur eigenen Verfügung, Treffpunkt Hotel Metropole,
wir schwärmen aus und ein Jeder nützt sie zu seinem Wohle.
Wasser Sonne Promenade
laden ein zum herrlichen Bade.
Grado hat herrliche Sandstrände, einen beliebten Yachthafen und ist die 3. größte Fischereiflotte der Adria,
bedeutendste Kirche, die wir in Augenschein nehmen, ist San Eufenia.
Juwel der Ausstattung ist die Säulen gestützte Kanzel, von einem bemalten Steinbaldachin überspannt,
sowie dem imposanten Taufbecken, das durch die Gnade der Taufe den Teufel verbannt.
Eine kleine Essenspause steht nun an,
und für den Nachmittag steht San Daniela auf dem Programm.
Hoch über der Ebene, auf einem Moränenhügel sieht man San Daniela schon liegen,
das starke Erdbeben 1976 zerstörte die Altstadt, vollständig rekonstruiert ist sie im alten Stil neu gediehen.
Jedoch die bedeutendste Kirche San Antonia überstand die Erdstöße fast unbeschadet,
und so lenken die prachtvollen Fassaden auf das Skulpturen geschmückte Portal das zur
Besichtigung einladet.
Berühmt ist der 8000 Einwohner zählende Ort auch durch seinen Luft getrockneten Schinken,
der schon im Mittelalter bekannt war, heute noch als Spezialität gilt und uns jetzt Gaumenfreuden winken.
Wir sind eingeladen und dürfen diese kulinarische Köstlichkeit genießen,
im wirtlich gedeckten Ambiente, hat man uns höchste Gastfreundschaft erwiesen.
Bei Schinken, Melone, Käse und Wein, lassen es wir uns munden,
beim Trinken, Lachen und Einkaufen vergehen die Stunden.
Mit vielen Eindrücken und Erlebnissen fahren wir zum Hotel zurück,
Singen und Fröhlichsein ist angesagt, wo gibt es ein größeres Glück.
4. Tag Triest und Schloss Miramare
Gleich nach dem Frühstück fahren wir zur Hauptstadt der Region,
die elegante Hafenmetropole des Friauls gibt hier an den Ton.
Wir benützen die Autobahn wo Maisfelder und Kornfelder abwechseln,
Soja und Weinreben gedeihen und Pappelalleen im wasserreichen Gebiet, den wirtschaftlichen Aspekt abdecken.
Antonella macht uns auf einen Kriegsfriedhof aufmerksam, in dem 100.000 Soldatengebeine eingebettet sind und hier eine würdige Totenstätte gefunden haben,
unter einer großen Treppenanlage auf deren Spitze 3 Kreuze stehen, fanden 40.000 identifizierte und 60.000 unbekannte Soldaten ihr Heldengrab.
Gleich am Stadtrand erhebt sich einer Filmkulisse gleich das Märchenschloss Miramare,
um das sich Legenden und traurige Gegebenheiten scharen.
Es wurde für Erzherzog Maximilian Bruder von Kaiser Franz Josef 1856 als habsburgischer Gouverneursitz erbaut,
mit einem wundervollen botanischen Park umgeben, der Betrachter einen herrlichen Ausblick beschaut.
Maximilian hatte auf Geheiß Napoleons die Kaiserkrone Mexikos angenommen,
wurde, nach 3 Jahren, nach Abzug der Franzosen, vom wiedereingesetzten Präsidenten
Juarec standrechtlich erschossen.
Seine Frau, die belgische Prinzessin Charlotte, suchte vergeblich um Hilfe für ihren Mann und ihre Pein,
selbst ihr Vater, der belgische König, ja sogar der Papst setzten sich für das Leben Maximilians nicht ein.
Charlotte wurde nach der Hinrichtung ihres geliebten Mannes geisteskrank,
sie überlebte ihren Mann 60 Jahre in völliger Umnachtung, wo sie in vollkommene Vergessenheit versank.
Aus diesem Anlass findet alle Jahre im Sommer eine Theateraufführung statt,
wo der prachtvolle Park und Innenhof Kulisse ist und die Funktion einer Freilichtbühne hat.
Wir machen einen Rundgang im Schloss und können diese herrliche Einrichtung und Ausstattung bewundern,
die hohen Fenster sind mit kostbaren Brokat-Vorhängen, Schabracken und Quasten umwunden.
Wir beginnen beim Arbeitszimmer, das wertvolle Intarsienmöbel ziert,
in der anschließenden Bibliothek sich eine Unmenge von Büchern befinden die Namen wie Homer, Shakespeare, Dante und Goethe zitiert.
Beeindruckend ist die Holzdecke im Thronsaal, die Panelen der Türen und Wände,
kristallene Kronleuchter, alte und neue Tapeten aus kostbarer Seide ohne Ende.
Wir sehen den Fürstensaal um nur einige zu nennen,
dazu Porträts und Bilder von Fürsten, Königen, Kaisern und einflussreichen Frauen und Männern,
ein unermesslicher Reichtum spiegelt diese Zeit und diesen Ort,
und wir, wir setzen unseren Tagesauflug weiter fort.
Neben unserem Parkplatz steht die San Guista Kathedrale, ein wichtiges Monument der Stadt,
auf den Resten des römischen Kapitols erbaut, als Wahrzeichen gilt und eine große Bedeutung hat.
Die Fassade schmückt eine schöne gotische Rosette, als Radfenster verblendet,
durch ein römisches Portal betritt man den 5-schiffigen Innenraum 12. Jhr. Ende.
Die thronende Gottesmutter eine Kostbarkeit ist nicht zu übersehen,
auch am prächtigen Mosaik kann man nicht achtlos vorübergehen.
In der alles überragenden Kuppel, einer venezianischen Mosaikarbeit, erscheint Christus,
eingerahmt zwischen die Heiligen Justus und Servus.
Im äußeren Bereich, hoch über dem Turmportal man die Figur des hl. Justus erspäht,
der in seinen Händen ein Kirchenmodel trägt.
Ein Gang ins Herz der Altstadt sich jetzt anschließt,
und so, stehen wir an Triestīs Paradeplatz, wo uns im Neorenaissancestil das Rathaus grüßt.
Ein monumentaler weißer Bau, dessen Fassade mit Säulen und Balkongeländer unterbrochen ist,
umgeben von einem Platz der eine Fläche von 16.000 qm misst.
Ringsum repräsentative Bauten, eine Kulisse der Superlative,
die sich als Touristenmagnet hat erwiesen.
Besonders auffällig ist der Palazzo del Gouverneur, im Jugendstil erbaut mit aufwändigen Materialien versehen,
neu renoviert und restauriert, wo moderne Glaselemente mit grazilen Filigranteilen unterbrechen und belegen.
Wir gehen zum Bus, fahren zum Hotel und können noch ein wenig ruhen denn heute
essen wir im zünftigen Lokal,
ein 4-gängiges Menü mit Wein oder Bier, Wasser und Schnaps ein tolles Abendmahl.
Zu später Stunde gehen wir fröhlich nach Haus,
die letzte Nacht, unser Urlaub ist wieder aus.
5. Tag Heimreise
Ein letztes Frühstück, das Reisegepäck steht bereit,
beendet sind die herrlichen Tage unserer Urlaubszeit.
Wir verlassen Udine in Richtung Norden, fahren über Traviso inīs Österreicher Land,
weiter nach Villach und zum Millstädter See, der uns von früheren Reisen her schon bekannt.
Jedoch heuer bietet sich ein 2 stündiger Aufenthalt an,
wo man die Seenlandschaft und die Reinheit der Luft noch genießen kann.
Einige nützen den Aufenthalt zum Baden im Millstädter See und im Hallenbad,
um 14.30 Uhr treffen wir uns wieder zur gemeinsamen Weiterfahrt.
Jetzt führt unsere Trasse auf der Tauernautobahn weiter,
Katschberg ist die nächste Station Stimmung und Wetter heiter.
Salzburg ist schon in Sicht,
Als Festspiel und Mozartstadt bekannt, für jeden ein Begriff.
Wir werden noch einmal zu einer Kaffee und Kuchenpause eingeladen,
was allgemeine Freude auslöst und wir können gestärkt und tief befriedigt weiterfahren.
Wir schnuppern schon Heimatluft unser liebenswürdiges Bayern hat uns wieder und so
lassen wir die Seele baumeln und eine kleine Zusammenfassung Revue passieren,
denn eine Fülle von Gedanken, Wissen und Eindrücken wird uns noch lange Zeit begleiten und berühren.
Dort wo die Landschaft mit ihren zerklüfteten Kalkfelsen und den grünen Hügelzügen
brilliert und besticht,
und die Flusstäler und Senken sich über üppiges Weideland ergießt.
Wo Mensch und Land von herber Schönheit und bäuerlich alpenländischer Kultur geprägt,
und das Schilf im Waldgürtel aus Pinien raschelt, so wie es bei Dante steht.
Wo das religiöse Kulturgut sich über ganz Friault erstreckt
und voller Kostbarkeiten und antiker Einmaligkeiten steckt.
Wo endlose Reihen von Weinstöcken sich mit Maisfeldern abwechseln und von knorrigen
Maulbeersträuchern unterbrochen werden,
und weite Teile eine Ebene zwischen Meer und Berg darstellen, so das Landschaftsbild eigenartig aufwerten.
Wo die Schnittstelle der Kulturen liegt und von Habsburgischer Vergangenheit geprägt,
und von slawischer und italienischer Lebensart erzählt.
Wo sich die Baukunst von venezianischem Stilempfinden und derer Vollendung dreht,
und über allem die Blütezeit der Steinmetzarbeiten der Langobarden steht.
Wo lukullische Köstlichkeiten und Delikatessen a la San Daniela Schinken den Gaumen verwöhnt,
und würziger Almkäse, gute Weine und Melonen die Essenslust krönt.
All dies macht Friaul aus, wir durften seine ganze Fülle erleben,
und unser Wissen den Daheim gebliebenen nun weitergeben.
Allmählich nähern wir uns unseren engen heimatlichen Gefielden entgegen,
und Danke sagen und auseinander gehen uns bewegen.
Danke sagen gebührt in erster Linie unserem Friedl,
der uns allzeit umsichtig und sicher chauffiert, er verdient einen Ordenstitel.
Ebenso hat Rosmarie in ihrer Eigenschaft als Stewardesse ihr Diplom bestanden,
hat sie uns doch unermüdlich betreut und mit unserem Reiseland ausführlich verbandelt.
Dem Seppl sei Dank, der als 3. im Bund das Stuhlerteam verkomplettiert zu jeder Stund,
nicht zuletzt, sei dem "Höchsten" Dank für die glückliche Heimfahrt,
so verweilen wir bis zum nächsten Jahr,
und hoffen und freuen uns auf eine neuen tolle Fahrt.