Fahrt nach Rügen vom So. 17.06. – Fr. 22.06.2007

Von Elisabeth Wanner


    1. Tag - Anreise
    Frisch, froh und frei
    sind wir alle dabei,
    heuer führt unsere Fahrt nach Norden,
    dort öffnet man uns seine Pforten,
    um 5,30 Uhr ist Abfahrt, Nürnberg, Hof, Halle,
    dort Frühstück, Kaffee, Tee, Wurst- und Käsesemmel für uns alle.
    Das Mittagessen nehmen wir in einer Autobahngaststätte nähe Autobahndreieck Berlin ein,
    eine Kaffeepause wird in Höhe Neu-brandenburg in der Ockermark sein.
    Kornfelder hüben und drüben soweit das Auge reicht
    und Windräder in großer Zahl, das Landschaftsbild auszeichnet.
    Im wunderbaren uns ständig begleitenden Wolkenbild, hat sich nun die Sonne versteckt,
    Regenwolken wollen sich ansagen,
    was jedoch unseren Urlaubsgefühlen keinen Abbruch tragen.
    Wir hören, von der alten Hansestadt Stralsund und vom im Bau befindlichen Rügendamm,
    der 2007 beendet sein soll und dann dem Verkehr freigegeben werden kann.
    Wir sind inzwischen schon nahe am Ostseebad Baabe,

    wo wir im Ostseehotel unser 5-tägiges Domizil haben.
    Ein reichhaltiges, opulentes Abendessen rundet ab diesen Tag,
    erstklassige Unterkünfte erfreuen uns und stimmen uns ein, was der nächste bringen mag.
    2. Tag - Nordrügen
    Mit unserer exzellenten Reiseleitung Caroline, treten wir um 9,00 Uhr die heutige Tagesfahrt an.
    Zunächst mit unserem Bus, weiter mit der Arkonabahn.
    Auf unserer Trasse, besichtigen wir die Naturbühne der Störtebecker Festspiele im Ralswick,
    es ist das erfolgreichste Freilichttheater Deutschlands, mit einmalig bezauberndem Meeresblick.

    Wir fahren mit dem Bus weiter, unternehmen entlang dem Hochufer eine 1,5 km lange
    Wanderung zum Fischerdörfchen Vitt,
    das mit nur 22 Einwohnern, 13 Reed gedeckten Fischerkaten malerisch gelegen und denkmalgeschützt ist.
    Eine kleine Mittagspause zur freien Verfügung schließt sich hier an,
    am nahe gelegenen kl. Hafen man Wasser treten und Ruhe genießen kann.
    Die Vitterkapelle, ein achteckiges schlichtes Gotteshaus, lädt zur Besichtigung ein,
    hoch oben, auf einem Plateau stehend mit dem Fresko des hl. Christopherus an der Eingangswand, wirkt sie edel und fein.
    Die Bahn bringt uns zurück zum Parkplatz, wir besuchen nun den berühmten Kreidefelsen
    "Königsstuhl" der 117 m misst,
    im Nationalpark Jasmund liegt und ein Besuchermagnet ist.
    Den Nachmittag verbringen wir im Hafenstädtchen Sassnitz,
    wo bummeln, Kaffee und Kuchen, U-Boot und sonstiges angesagt ist.
    Bevor es zurück zum Hotel geht, machen wir noch einen Abstecher, zur ehemaligen nationalsozialistischen Ferienanlage KDF
    eine 4,5 km lange in der Bucht von Prora liegend überbaute Fläche, ein unnützer Komplex.
    Wir kommen heute zeitig in unser Hotel zurück, um 19,00 Uhr findet Abendessen statt,

    beim abendlichen bummeln und einkehren sich bei einer Gruppe von uns eine schelmische
    Begebenheit ereignet hat.
    Sie saßen noch fröhlich beisammen, bei Eisbecher, Wasser und Wein,
    doch plötzlich klopft´s auf den Baldachin, was kann dies Geräusch denn nur sein,
    es regnet erst leise, dann heftig, oh Graus,
    wie kommen wir bloß jetzt ohne Schirm denn nach Haus?
    Doch plötzlich, da fiel ihnen ein Sonnenschirm ins Auge,
    der würde für 6 Mann, zu diesem Zweck taugen.
    Der Wirt ein sehr freundlich, verständiger Mann,
    ihn der Gruppe überließ, dass sie trocken heimgehen kann.
    Mit lachen und johlen die Prozession unterem Dach nun begann
    und ein nächtliches Unternehmen einen glücklichen Ausgang nahm.
    3. Tag - Insel Hiddensee
    Um 8,15 Uhr fahren wir zum Hafen Breed wo " Die Wappen von Breege" schon auf Anker liegt,

    wir begeben uns auf das Schiff, das uns bis 10,45 Uhr zur Hiddensee Insel bringt.
    Ein 3 km langer Fußmarsch von Vitte bis Kloster ist nun angesagt,
    wo im Gartenrestaurante eine Brotzeit oder Kaffeepause jedem behagt.
    Jetzt wandern wir zum Leuchtturm und marschieren etwa 4 km
    wir genießen eine traumhaft schöne Landschaft bei herrlichem Wetter.
    In stiller und ruhiger Umgebung führt unser Weg auf schattigen Pfaden,
    von würzig duftendem Waldboden begleitend, sehen wir schon von Weitem den Leuchtturm herausragen.
    Dort machen wir eine 10-minütige Pause, um diesen Anblick zu genießen,
    und setzten unsere Wanderung fort, vorbei an Sanddornbüschen und Wiesen.

    Wir gelangen an eine Anhöhe die uns die Allmacht der Schönheit offenbart,
    in Horizont und Weiten über das sich dort ausdehnende Tal.
    Wir sind zurück in Kloster, besichtigen das Grabmal Gerhard Hauptmanns mit der dortigen
    Kapelle und Friedhof,
    wo sich jede Grabstätte natur belassen mit Hecken umrandet durch seine Einfachheit abhob.
    3 zünftige Pferdegespanne mit Wagen kutschieren uns, durch die mit niedrigem Buschwerk bewachsenen Dünenheide,
    bis zum Hafen und Ankerplatz, wo wir die Julius besteigen.

    Mit dem Personenschiff setzten wir über zum Hafen Breege,
    das letzte Stück zum Hotel fährt der Bus unsre Wege.
    Es war ein herrlich langer Tag, um 19,00 Uhr ist Abendbrotzeit,
    danach hält der Wirt, Musik und Tanz noch bereit.
    Doch zuvor, beim täglichen Spaziergang zum Meer, hören wir schon von weitem flotte Musik,
    im neu errichteten Musikpavillion hat eine schmissige Band einen mitreisenden Auftritt.
    Sound´s und Gesang der 50iger und späterer Jahre bis hin zur gekonnten Moderne,
    reißen vom Hocker, superlativ, ein musikalisches Gewitter, begleitend vom rauschenden
    Meer der Ferne.


    4. Tag - Südrügen
    Um 9.10 Uhr fahren wir mit unserer charmanten Conny, Richtung Süden,
    sie besticht mit ihrem Wissen, ihrer klangvollen Stimme und wird mit ihren ausführlichen Erklärungen nicht müde.
    Reed gedeckte, schmucke Häuser, inmitten reifender Korn und Rapsfelder, säumen unseren Weg,
    um die sich ein Gürtel von rotem Klatschmohn, üppigen blauen Kornblumen und weißer
    Kamillenblüten legt.
    Bis zu unserem 1. Ziel der Halbinsel Mönchsgut durchfahren wir Orte wie Bad Thissen und Kleinzicker,

    parallel davon können wir immer wieder das Meer erblicken.
    In Mönchgut machen wir eine kleine erfrischende Wanderung
    und gewinnen auf der Anhöhe, einen atemberaubenden Ausblick und Gesamteindruck.
    Unsere Trasse geht wieder zurück nach Baabe,
    weiter zum Seebad Thiessow , wo wir eine Stunde Aufenthalt haben.
    Wir decken uns mit Sanddornprodukten ein
    und flanieren auf der Meeresprominade bei Sonnenschein.
    Unser nächster Aufenthalt ist Sellin, wo man uns eine Stunde Zeit gewährt,
    wir steigen 85 Stufen zur Selliner Seebrücke ab, genießen eine Kaffeepause,
    der Aufzug uns wieder aufwärts fährt.
    Es geht weiter, wir durchfahren Putbus bewundern den Obelisk mit der Fürstenkrone,
    und die vielen wundervollen Rosenstämmchen, in der Straßenzone.
    Wir erreichen das Seebad Binz, diesmal steht ein 2-stündiger Aufenthalt zur freien
    Verfügung an,
    baden, bummeln und schmökern ist angesagt und natürlich zieht uns allen das Meer in
    seinen Bann.
    Wir fahren ein letztes Stück mit unserer Conny gemeinsam im Bus,
    nach der Übergabe eines Obulus, sie von uns Abschied nehmen muss.
    Sie bringt uns noch zum Bahnhof, wo mit dem rasenden Roland unser letzter Tag in
    Baabe ausklingt,
    und uns, nach dem Abendessen, noch ein Dia-Vortrag über Rügen winkt.
    5. Tag - Leipzig
    Nach unserem umfangreichen Frühstück ist um 8.45 Uhr Koffer verladen angesagt,
    Abfahrt 9.00 Uhr, nach dem uns der Hausherr freundlichst verabschiedet hat.
    Auf der Rückfahrt schlagen wir bis Postdamm eine andere Route ein, begleiten die im Bau befindliche Rügenbrücke,
    die in modernster Bauweise nach einem speziellen Rüttelverfahren sich vorschiebt Stück für Stück.
    Sie wird 4,5 km lang und steht mit 85 Millionen zu Buche,
    ein Mammutprojekt, das im Oktober 2007 mit Kanzlerin Merkel eingeweiht wird und seines gleichen sucht.
    Wir passieren Städte wie Stralsund und Rostock und kommen an der Mecklenburgischen Seenplatte vorbei,
    nach Malchow und Postdamm haben wir unsere alte Trasse wieder erreicht.
    Leipzig ist für heute unser Ziel, wo wir für eine Nacht unser Domizil aufschlagen,
    so die lange Heimreise halbieren und noch die interessantesten Sehenswürdigkeiten der
    sächsischen Messestadt erfahren.
    Atlanta International, so nennt sich unser Hotel, in dem wir absteigen,
    super Zimmer, super Essen, super Komfort, nicht in Worten zu beschreiben.
     
    6. Tag - Leipzig und Heimreise

Nach einem opulenten Frühstück in vornehm gehobenem Ambiente gilt unser Blick ein letztes mal,
dem first class – Hotel Atlanta International.
Wir sind zur Heimreise gerüstet, jedoch eine geführte Stadtrundfahrt steht noch auf dem Programm,
Leipzig, als Stadt der Messen, des Buches und der Musik zu erleben, steht noch an.
Unsere Führerin uns in Themen wie Geschichte, Kunst, Kultur, Wissenschaft und der Zeitgenossen einführt,
so beginnt sie mit Goethe der 1765 in Leipzig hat studiert.
Im Goethedenkmal (1903) wird der große Dichter als Leipziger Student verewigt,
ein Zitat Goethes aus der Mädler-Passage "Mein Leipzig lob ich mir, es ist ein Kleinod
und bildet seine Leute stetig."
Wir stehen am restaurieren Thomaskirchhof mit spätgotischer Thomaskirche, achteckiger
Turm und Barockhaube,
im Inneren der Kirche unter einer Bronzeplatte im Chor, ist der Sarkophag Bachs eingebaut.
Sein Haus Nr. 16 ist Sitzt des Bacharchivs mit Bachmuseum, wo man Möbel, Instrumente
und Handschriften bestaunt,
dem weltweit berühmten Thomanerchor,
stand Bach in den Jahren 1723 bis 1750 vor.
Als sich Johann Sebastian Bach 1723 als Organist in Leipzig bewarb, taten die Stadträte hinzufügen:
"Wenn man die 1. Garnitur nicht haben kann, muss man sich mit der 2. begnügen."
Wir wissen nun:
von weitem die golden Zwiebelkuppel erstrahlt und die von den Domkosaken
gestiftete Ikonenwand man schaut.
Zum Schluss erkunden wir noch den kolossalen Leipziger Hauptbahnhof der der größte Kopfbahnhof Europas ist,
mit jeweils 220 m Längsbahnsteigen er eine Frontlänge von 298 m misst.
Wir machen eine Mittags-pause und checken dann ein,
nach einer Kaffeepause die mit Regen endet, führt die letzte Etappe heim.
Wir wollen allen danken, denen wir befohlen sind,
als erstem, dem da Oben der uns treulich beschützt, sicher führt und das gute Wetter bringt,
als den zweiten, nämlich unseren Lenkartisten Friedl und Richard Stuhler,

die uns vortrefflich chauffierten, sicher und immer cooler.
Der dritte Dank gilt nicht zu letzt unserer Rosmarie, die im Team mit ihrem Mann
unermüdlich für uns auf den Beinen ist und alles erdenklich Angenehme hat für uns getan.
Ob Betreuung während der Fahrt, ob Picknick, ob Kaffee mit Kuchen beim Rasten,
das ganze Team hat alles im Griff und alles im Kasten.
In diesem Sinne schauen wir zuversichtlich ins neue Jahr,
und hoffen, dass uns vom Höchsten, wieder beschieden ist eine neue Fahrt.