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6 Tage Süd-Böhmen
So. 21.06. ­ Fr. 26.06.09
von Elisabeth Wanner
Juni heißt reisen, das Ziel ist gesteckt,
so fahren wir am sonntäglichen frühen Morgen weg.
Um 6.00 Uhr ist Treffpunkt am Stuhlerhof,
in Richtung Deggendorf-Passau geht es los.
In der berühmten Stadt Passau werden wir gleich eine Stadtführung haben,
zuvor jedoch wir uns genüsslich in ,,Stuhler´s Imbiss" bei Kaffee, Tee und Nußkranz laben.
Gestärkt und frohgemut fahren wir Passau entgegen,
dort, wo die gelbgrüne Donau, mit dem grauen Inn und der braunen Ilz, sich vereinend begegnen.
Hier entstand die einzigartige Lage der bekannten Stadt,
wo der Altkern auf einer schmalen Landzunge ruht und viel Sehenswürdiges zu bieten hat.
Unsere Stadtführung beginnt dort, wo es gleich um den Mittelpunkt geht,
nämlich das geistliche Zentrum das der Stephans Dom bildet, der aus einem kuppelbekrönten
Ostbau und einem barocken Langhausanbau besteht.
Zwei imposante Türme geben dem ganzen eine Mächtigkeit,
die dem Beschauer eine gewisse Ehrfurcht verleiht.
Im Inneren des Domes fallen zunächst die Stukaturen und die herrlichen Fresken auf,
und an den Seitenaltären befinden sicht kostbare Bilder zu Hauf.
Der ursprüngliche romanische, heute barocke Dom, beherbergt die größte Orgel der Katholischen Kirche der Welt,
1694 entstanden, sich 17.974 Orgelpfeifen dazu gesellen.
Mächtige Säulen mit dorischen, jonischen und korinthischen Capitellen man bewundern kann,
und die aus Lindenholz im Jahre 1800 geschnitzte Kanzel ganz mit Silber verkleidet, den Beschauer zieht in den Bann.
Jetzt stehen wir am stimmungsvollen Residenzplatz mit dem Wittelsbacher Brunnen der die Drei-Flüssestadt darstellt,
nämlich die Vereinigung, wo sich die Donau zum Inn und zur Ilz gesellt.
Unsere Führerin macht uns auf wunderschöne alte Patrizierhäuser, auf die bischöfliche
Residenz, die Domschatz und Museum beherbergt aufmerksam,
Sehenswürdigkeiten wie das Glasmuseum, das Grüberhaus, sowie die Wallfahrtskirche Maria Hilf bringt Sie uns nah,
allmählich ist der Zeitpunkt, 12 Uhr Treffpunkt am Ankerplatz zur Schifffahrt auf der Donau nach Schlögen da.
Wir verlassen, das sich fast südländisch anmutende Passau auf der Wasserstraße,
und die Silhouette der schwimmenden Stadt, beeindruckt uns im besonderen Maße.
Passau, wird das bayerische Venedig genannt,
jetzt nach der Brücke tauchen wir ins Österreichische Land.
Große Hauptstädte wie Budapest, Wien und Belgrad säumen den Weg der Donau die als
zweitlängsten Strom 2.880 km zurücklegt,
1854 hat Sissi bei ihrer Triumphfahrt von Straubing nach Wien, anlässlich ihrer Hochzeit,
die Menschen zum Jubeln bewegt.
Von weitem grüßt das sagenumwobene ,,Schneiderschlössle Krempelstein",
ebenso winkt uns vom Berg her ,,Schloss Dichtenstein".
Das Jochensteinkraftwerk ist schon greifbar nah,
es sind etliche Schiffe in der Schleuse zur Abfertigung da.
Die Schleusenbenutzung ist gebührenfrei,
und wir hören, dass 65.000 cbm Wasser beim Schleusenvorgang abgelassen werden dabei,
von den Turbinen werden 1 Milliarde KW Strom erzeugt,
was ½ Million Menschen Nutzen bringt und die Betreiber erfreut.
Wir tauschen nun das Schiff gegen unseren Bus wieder ein,
auf dem Landweg wird Linz unser nächstes Ziel nun sein.
Wir nehmen an einer Stadtführung teil, die uns gleich in den Mittelpunkt der Altstadt führt,
wo sich der 220m lange und 80m breite Hauptplatz, umsäumt von schönen Barock- und Renaissancehäusern, präsentiert.
Auf dem Platz steht die aus Marmor bestehende Dreifaltigkeitssäule, die eine Höhe von 20 m misst,
an 1723 als Dank für abgewendete Pest- und Kriegsgefahr errichtet worden ist.
Die Stadt zählt 190.000 Einwohner und ist die drittgrößste Stadt Österreichs und wir hören vom
Linzerschloss und vom Konzerthaus,
auch die älteste Kirche, nämlich die Martinskirche, klammert unser Führer nicht aus.
Im Jahre 755 hat sie ihren Ursprung gefunden,
romanische und gotische Stilepochen mischen mit Römern und Kelten aus frühen Jahrhunderten.
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Wir hören vom alten Rathaus, von der Jesuitenkirche, vom Bischofssitz,
stehen vor dem Haus des Johann Kepler 1571 ­ 1630 ein Astronom und Mathematiker der über die
Bewegungen der Planeten die 3 Keplersche Gesetzte aufstellte, darüber er heute noch weltweite Anerkennung genießt.
Nun fahren wir über die Grenze Tschechiens, die Bundeshauptstadt Böhmens, nämlich Budweis an,
unser Hotel Gomel ein Hochbau, hat es uns auf den 1. Blick angetan.
Nach Hotelbezug treffen wir uns zum gemeinsamen Abendessen,
ein erlesenes exzellentes Buffet, warm und kalt lässt uns die Müdigkeit vergessen.
Ein fröhliches Zusammensein mit Gästen und Liedern aus der Heimat rundet den Anreisetag ab,
in Erwartung was der neue Tag alles bringen mag.
2. Tag ­ Ausflug Hlbuka Hollschowitz
Nach dem super Frühstück machen wir eine Stadtrundfahrt,
und hören, unserem Führer dem Thomas zu, was er alles zu erzählen hat.
So erfahren wir, dass unser Hotel Gomel das Größte und Höchste in Budweis ist,
420 Betten hat und 16 Stockwerke misst.
Nun wollen wir die Stadt zu Fuß weiter erkunden,
und stehen gleich vor der gotischen Maria Opferungskirche aus dem 12. Jahrhundert.
Die Kirche ist versperrt und Thomas erläutert uns das Wichtigste, über die Freskenmalerei im Innern.
Vom äußeren weiß er vom Frosch zu berichten, den die Handwerker einmauerten, weil er der
Sage nach ihr Handwerkszeug beschädigte und sie bei der Arbeit hinderte.
Gleich neben der Kirche befindet sich das Dominikanerkloster und das Bearistengymnasium,
wir stehen vor der Dreifaltigkeitsstatue und dem weißen Turm.
Und an dem anno 1832 ­ 1870 erbautem Haus, wo sich die Pferdeeisenbahn befindet man sie von dort leitete,
die später dann durch eine Verlängerung von 80 km wurde erweitert.
Wir stehen vor der Fleischbank die erbaut wurde um eine hygienische Verkaufshalle zu schaffen,
und der daneben stehenden Commerzbank, die so hören wir, von den Bürgern hohe Zinsen errafften.
Wir können das Salzhaus mit seinem Treppengiebel und den vom Volksmund eiserne Jungfrau getauften Burgturm
bewundern,
ein Wehrgang und mittelalterliche Gassen erinnern an die Blüte der Stadt im 16. Jahrhundert.
Vor dem barocken Dom 13. Jahrhundert sind über dem Portal St. Wenzel, St. Nikolaus und
St. Aurazianus zu sehen, wir stehen davor,
daneben sich der schwarze Turm befindet den eine toskanische Säulengalerie ziert
zu der 360 Stufen führen empor.
Das Innere des Doms, eine barocke Orgel und Altarbilder St. Anna links und Tod der Mutter Maria rechts, schmückt,
in der 2.Hälfte des 13. Jahrhundert entstanden ist und den Beschauer entzückt.
Wir kommen zum Tor auf dem ein lateinischer Spruch auf der Vorderseite aus dem 15. Jahrhundert
sich befindet auf dem es heißt,
wir achten, was alt ist, wir leben in der jetzigen Zeit.
vom Marktplatz mit seinem quadratischem Aufmass 130 m lang, 133 m breit und seinen
umlaufenden Arkaden sind wir überwältigt,
die prächtigen ihn umgebenden Renaissance und Barocke Häuser beeindrucken
jeden Besucher, sind einmalig und vielfältig.
Die markantesten Gebäudlichkeiten sind das Stadtmuseum, das 4 Bildtafeln, nämlich
Justizia, Trauer, Eitelkeit und Fortuna ziert.
Unter der Turmuhr des neuen Rathauses ein Bild über die Verleihung der Stadtprivilegien
von König Wenzel brilliert
im alten Rathaus ganz links unten ein Eisenstück,
das Maß nach der Wiener Elle symbolisiert.
Die Jakobskirche ist in der Zeit der Gotik entstanden,
das Boskospishaus mit seinem wunderschönen Laubengang
der Triumphbogen Spätgotik 1510 ist ein wichtiges Bauwerk,
der oberste, wichtige Mann ist Wilhelm von Rosenberg,
die Familien Rosenberger, Eggenberger und Schwarzenberger waren
sehr reich und haben regiert,
die Dynastie entstand durch die Verehelichung eines Eggenbergers
mit einer deutschen Schwarzenberger, die die Erbfolge sicherte und
die Nachkommenschaft garantiert.
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In der Mitte des Residenzplatzes befindet sich der barocke Samsonbrunnen, der 1727 entstand,
eine unübersehbar, herausragende Skulptur, die eine Besonderheit verband.
Über den Samson der den Brunnen als Figur ziert, sagt die Legende,
er habe einen Löwen bezwungen mit seinen bloßen Händen.
Unweit daneben ist der unscheinbare Irrstein im Boden eingelassen, mit einem Kreuz versehen,
der Stein soll an 10 Männer erinnern die wegen einer Verschwörung hingerichtet wurden,
so ist einst furchtbares geschehen.
Wir gehen durch den Torbogen und verlassen den gigantischen Platz
bewundern den Rosenturm und hören das Stundgeläute, das gerade seinen Einsatz hat.
Unser Weg führt über die Betonbrücke, wo darunter die Masch mit der Donau sich vereinend
ihren Lauf jetzt gemeinsam nimmt,
der Bus bringt uns jetzt noch zusätzlich nach Brachowitz das seit dem 15. Jahrhundert besteht und
jetzt von der Unesco zum schönsten Dorf wurde bestimmt.
Wir machen einen Spaziergang und bewundern die Dorfstraße,
die jetzt wunderschön herausgeputzt dasteht, mit ihren restaurierten Giebeln und Fassaden.
Uns erwartet heute Abend noch ein böhmischer Bierabend mit Blasmusik,
den wir gemeinsam genießen und erst zu später Stunde kehren alle ins Hotel zurück.
3. Tag ­ Ausflug Neuhaus Telc
Nach unserem reichhaltigen Frühstücksbuffet machen wir einen Ausflug über Indrichuv Hradec
(Neuhaus) weiter nach Telc,
in Neuhaus kommen wir um 10.00 Uhr an und haben bis 12.00 Uhr einen Aufenthalt,
wir besichtigen den wunderschönen Marktplatz unterm Regenschirm, wettermäßig kalt,
weiter geht´s um 12.45 Uhr erreichen wir Telc,
wo sich Stimmung und Wetter wieder aufhellt.
Inzwischen ist es Mittagszeit, in einem urig gemütlichen Lokal wählen wir aus 2 Gerichten aus,
serviert wird ein preiswerter, deftiger Gaumenschmaus.
Wir fahren zur Krippenausstellung die Thomas Kryza in 60 Jahren in mühsamer Handarbeit
hat erbaut,
auf einer Fläche von 60 qm ist sie installiert, ein einmaliges Exponat und unsere Führerin macht
uns mit ihr vertraut.
1398 Figuren von Tieren und Menschen, davon 133 bewegliche Teile, waren ursprünglich handbetrieben,
Szenen aus dem Dorfleben versinnbildlichen das Handwerksleben.
Der Dorfschmied formt das Eisen,
der Müller mahlt das Mehl,
die Dorfknechte sägen Scheite,
der Schneider auf dem Tisch der näht,
so nach biblischen Vorgaben nachgestellt,
ist die Kryzas Krippe einmalig auf der Welt.
Jetzt besichtigen wir das überaus interessante Museum,
das sich hier im Schloss befindet,
und die Schlossgalerie die sich auch noch hier einbindet.
Wir fahren weiter zum 6.000 Einwohner großen Bilderbuchort Tetsch,
dessen Altstadt zum Welterbe der Unesco zählt.
Der Marktplatz ist aus einer Komposition von Lauben und gestuften, geschweiften und
kleeblattförmigen Giebeln entstanden,
sowie einer fein aufeinander abgestimmten Farbpalette, unterbrochen von Sgraffitifassaden bewandet.
Eine Kulisse, die sich Regisseure für historische Filmaufnahmen erträumen so Thomas berichtet,
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eine Feuerbrunst hat die einst dort stehenden Holzbauten des Mittelalters anno 1530 vernichtet.
In diesem Zusammenhang musste auch die gotische Burg in Form eines Umbaus zum
Renaissanceschloss weichen,
das gesamte Ensemble das nun entstand sucht seines Gleichen,
das imposante Stadtaussehen, erheben Denkmäler, wie Mariensäle, Brunnen, Barockstatuen und Stadttor,
es durchdringen hier Gotik und Renaissance auch der Barock kommt vor.
Das Rathaus entstand durch die Verbindung von zwei gotischen Häusern,
ein Umbau führte 1574 zu dem heutigen prachtvollen Äußeren.
Der Hl. Geist-Turm, 49 m hoch, ist das älteste Baudenkmal der Stadt,
zu früheren Zeiten der Turm eine Bewachungsfunktion hatte.
Die Hl. Geist Kirche gehört zum königlichen Gut,
war ein Teil des ältesten Spital und stand unter der evangelischen Bruderkirche Schutz.
Die St. Jakobskirche brannte 1386 mit der Hälfte des Marktplatzes nieder,
auf dem 60 m hohen Turm blieben zwei Glocken erhalten, nämlich Jakob und Mariä.
Die Kirche Namens Jesu war eine Jesuitenkirche, 1679 wurde sie fertig gestellt,
das Jesuitenkolleg von 1651 ­ 1655 erbaut, ist im Erdgeschoss kreuzgewölbt.
An die Grenze zwischen Böhmen und Mähren gliedert sich Teltsch,
mit Recht, jedes Jahr Ziel vieler Besucher aus aller Welt.
Wir haben heute noch ein Ziel und so mahnt die Zeitbremse,
so fahren wir um 16.05 Uhr weiter nach Slavonice, gelegen an der österreichischen Grenze.
Dort haben wir von 16.45 ­ 17.30 Uhr einen Kurzaufenthalt,
der dem Marktplatz, der prächtigen Häuserpromenade, zur Besichtigung des Rathauses
und des Brunnens galt.
Um 17.30 Uhr bläst der Zapfenstreich, wir treten die Heimfahrt an,
es war wieder ein ereignisreicher herrlich anstrengender Tag, man sagen kann.
Essen im Hotel den Tag beschließt,
morgen früh um 9.00 Uhr wieder ein neuer aufschlussreicher Tag beginnt.
4. Tag - Ausflug Pisek, Zirikov und Moldau
Heute führt unsere Tagesreise in die alte Husiten- und Goldwäscherstadt Pisek, die 30.000
Einwohner zählt,
der schönste Blick eröffnet sich von der Hirschbrücke aus, wenn man über die Otava geht.
Die älteste Steinbrücke Böhmens stammt aus dem 13. Jahrhundert,
und ist von zwei barocken Figuren eingebunden.
Links ist die Statue des hl. Nepomuks zu sehen,
und rechts steht die Skulptur des hl. Antonius an den wir nicht achtlos vorüber gehen.
Die linke Seite des Otavaufers zieren Standskulpturen, die von Künstlern ausgeführt, einem
Wettbewerb unterliegen,
diese Tradition hat mit der Goldwäscherei zu tun, wo viel Sand anfiel, man will die Erinnerung
wach halten, vergessen soll nicht siegen.
Wir kommen zum Hauptplatz, wo gleich das Rathaus 1740 mit seinem alegorischen
Figurenschmuck und Wandmalerei ins Auge sticht,
eingerahmt von zwei kirchenähnlichen Türmen, die die Außenfront schmückt.
Die Dominikanerkirche mit ihrer schönen Fassade kann man nicht übersehen,
auch am Haus zu den Kugeln, Bestandteil des Stadttors, kann man nicht achtlos vorübergehen.
Der Relief geschmückte Turm der gotischen Stadtkirche Maria Geburt erreicht eine Höhe von 74 Metern,
und die Außenpfeiler sind mit ungewöhnlichen Fresken versehen.
Im Inneren sticht gleich das gotische Tafelbild Madonna von Pisek in die Augen,
die Basilika wurde im 13. Jahrhundert dreischiffig erbaut.
Hochwassermarkierung
2002 über dem 1. Stock
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Das schönste Gebäude am Platz ist das Otava Hotel,
beherbergt eine Apotheke, die Farben der prächtigen Fassade sind pastell.
Die Pestsäule können wir nicht mehr sehen,
ein Autobus verdeckt uns die Sicht so müssen wir achtlos vorübergehen.
In unserem Programm ist nun Zvikow Klingenberg vorgesehen und so eilen wir zum Bus,
durchnäßt wie wir waren, war die Stimmung nicht mehr im plus.
Bald kommt ein herrlicher Kaffeeduft auf,
die fleißigen Helfer hantieren im Dauerlauf.
Köstlich selbstgebackener Kuchen und Kaffee wird serviert,
unser Richard ist im großen Stücke schneiden versiert.
Und ehe wir uns rechtmäßig versehen,
sind wir zur Schifffahrt auf dem Moldaustausse, schon wieder am gehen.
Der Ankerplatz ist vom Regen aufgeweicht,
aber wir schaffens alle, wenn auch nicht ganz leicht.
Eine Rundfahrt auf dem See, der 60 m tief und 24 qkm groß ist, ist eine Besonderheit.
Nach einer ¾ Stunde sind wir wieder am Ausgangspunkt zum aussteigen bereit,
auf dem Weg zurück zum Bus, können wir noch Reste einer fantastischen alten Burganlage
mit Laubengängen und Netzgewölben bewundern,
Schloss Orlik das wir jetzt besuchen ist für heute unser letztes Ziel und gilt als die Perle unumwunden,
ein herrlicher Burghof führt zum Juwel, das wir nun betreten,
gleich werden wir von unserer Führerin in den 1. Stock gebeten.
Die Ausstattung in den Räumen dokumentieren adelige Wohnkultur mehrerer Generationen,
und wir erfahren, dass die Besitzer Schwarzenberg, die kostbaren Räume heute noch bewohnen.
Der Empiresaal ist seit 1980 mit neuen wertvollen Stoffen ausgestattet,
eine böhmische Weberei hat nach alten Mustern und Farben original gleiches geschaffen.
Für Überzüge der Polstermöbel, Vorhänge und Schabracken und der Stofftapeten der Wände,
wurde der jeweilige Stoff einheitlich für jedes Zimmer verwendet.
So kommen wir ins blaue Zimmer, das ganz im Dunkeln liegt und wohl das wertvollste Zimmer darstellt,
es wurde als Schlafzimmer genützt und beherbergte gekrönte Staatsoberhäupter aus der ganzen Welt.
Eingelegte Intarsienmöbel, wertvolle Kronleuchter und Teppiche, abgestimmte Kachelöfen,
vervollständigen dieses Ambiente,
Porträtbilder der Familien, so wie Jagd und Kriegsszenen der berühmtesten Maler schmücken die Wände.
Viele persönliche Gegenstände namhafter Persönlichkeiten sind in den Vitrinen aufbewahrt
um nur einige zu nennen,
so lernen wir das silberne Schachspiel und große in Gold und Leder gebundene Bücher
Napoleons, auch Degen und Pistolen, wertvolle kostbare Uniformen von Generälen und
Würdenträgern kennen.
Die Kassettendecke und Wandtäfelung des Speisesaals besteht aus Nussbaum und Lindenholz,
so wie das Waffenzimmer und der Rittersaal sind mit unermesslichem Wert an Decken
ausgestattet alle aus verschiedenen sich einfügendem Holz.
Wir kommen zum kleinen Esszimmer mit anschließender Bibliothek dahinter,
der ehemalige persönliche Bereich des Erziehers der Schwarzenberger Kinder.
Den Abschluss bilden die Bildergalerie und der Waffensaal,
eine hervorragende Besonderheit des Künstlers spiegelt sich in einem Exponat der Maler
malte Augen und Schuhe zwei dimensional.
Wir sind überwältigt von so viel ausgefallener Pracht und gediegenen fast verschwenderischen Kostbarkeiten,
von so erlesener Nobelesse und vornehmer Eleganz, schon vor so lagen Zeiten.
Am frühen Nachmittag fahren wir in unser Quartier zurück nach Budweis,
bis zum Abendessen, das im Hotel stattfindet, bleibt uns noch ein wenig Zeit.
Ein gemütlicher Ausklang in der Runde,
lässt uns erst schlafen gehen zu später Stunde,
so findet sein Ende für uns wieder ein glücklicher Tag,
voller Vorfreude was der nächste wieder bringen mag.
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5. Tag ­ Frauenberg und Krumau
Mit einem herrlichen Frühstück beginnt unser Tag,
heute geht´s nach Schloss Frauenberg und Krumau wohl die schönste südböhmische Stadt.
Unser erster Besuch gilt dem romantischen Schloss Frauenberg das im 13. Jahrhundert als königliche Burg entstand,
in den Jahren 1845 ­ 1871 zum prunkvollen neugotischen Fürstensitz dem Schwarzenberger
Geschlecht, seine jetzige Entstehung verdankt.
Ein repräsentatives 3-stöckiges Gebäude mit 2 Innenhöfen und mehr als 10 Türmen wir nun erkunden,
die Schlossgemächer sind mit reicher Kunst prunkvoll ausgestattet und von naturwissenschaftlichen
Sammlungen eingebunden.
Im Morgensalon befindet sich das Bildnis der gebildeten Pauline Schwarzenberger, das
Porzellan stammt aus China, die Kommode besteht aus Intarsien und Elfenbein und
die Deckenschnitzerei ist mit Lindenholz ausgestattet,
das Turmzimmer, farbige Fenster, kostbare Lüster und geschnitzter Kirschbaumdecke aufwartet.
Im Rauchsalon befindet sich ein imposanter Spieltisch aus Wurzelholz, ein Intarsien Sekretär
aus Holland und dem Marmorkamin mit der Schwarzenberger Devise, nichts als Gerechtigkeit die schützt,
der große Speisesaal mit Flügel, wuchtigen Lüstern, großen Spiegeln und Wandgemälden,
wertvoller Renaissance Holzdecke, wird heute noch als Konzertsaal benützt.
Im Empfangssalon, über dem dominanten Kamin hängt das Porträt der Fürstin Elenore von
Lichtenstein, ist die Gemahlin des Jan Adolfs II. von Schwarzenberg,
die Schlossbibliothek umfasst 12.000 Bände, spätbarocke Regale mit Schabracken und
Fransen und vor allem die neu installierte Kassettendecke, Holzhandwerk.
Die Wände der 140 Schlosszimmer schmücken eine Reihe von Exponaten aus Glas-
und Keramiksammlungen Porzellan aus Delft und Meißen,
die Waffenkollektionen bemerkenswerte und wertvolle Stücke aufweisen.
Alte Weisheiten sind zu lesen, so steht geschrieben ,,wir bauen Häuser hoch und fest
und sind doch hier bloß Freund und Gäst".
,,Wo Viel Licht ist, ist auch viel Schatten", ,,Hunger ist der beste Koch", ,,warum soll
man etwas leicht machen, wenn es auch schwer geht".
Unser nächstes Ziel das historische Städtchen Krumau, das wir um 12.15 Uhr erreichen ist nun angesagt,
zunächst besichtigen wir das Schloss Zamek das die Stadt überragt.
Eine Gruppe von uns geht zu Fuß,
die andere fährt hoch und benutzt den Pendelbus.
Bis sich die Gruppe vollständig versammelt wir im Gartenpavillion verweilen.
Umgeben vom Schlosspark mit altem Baumbestand von Rotbuchen und 200 jährigen Eichen.
Garten und Schloss verbindet ein 40 m langer Mantelgang,
den wir beschreiten und kommen im 2. Innenhof an.
Wir hören vom Rosenbergzimmer, der Georgskapelle und vom gotischen Rundturm mit
Arkadengang und seiner Fassadenmalerei,
der den Ruf genießt, schönster Turm Europas zu sein.
Das Schlossareal umfasst 300 Zimmer, 5 Höfe, Brunnen, Burggrafenamt alte Münzen und Theater,
und als Attraktion zwei echte Bären im Burggraben,
wir können einen schläfrigen Burschen ausmachen der sich von der Sonne lässt streicheln
sie sind dort keine zahmen Tiere, aber unumschränkte Herrscher in ihrem Reich.
Ein Erlebnis ist es die mittelalterliche Stadt Krumau zu besichtigen, die fast überquillt von Sehenswürdigkeiten,
die Innenstadt liegt gegenüber dem Schloss in der Moldauschleife.
In den malerischen Gässchen, können wir die gotische Renaissance und barocke
Schönheiten der Bürgerhäuser bewundern,
das Zentrum bildet der Marktplatz mit dem Renaissancen Rathaus und Pestsäule aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhundert.
Die gotische St. Veitskirche mit Fresken aus dem 15. Jahrhundert anzuschauen sich lohnt,
seit 1992 wurde die Altstadt von der Unesco zum Welterbe auserkoren.
Nach einer Mittagspause werden wir im Kloster Kajow zu einer heiligen Messe erwartet,
so wir nun gleich zu den Ordensschwestern, deren Mutterhaus Vinzens von Paul aus München ist starten.
Nach der Ansprache der Oberin sind wir sehr bewegt,
eine Brauereibesichtigung mit anschließendem Abendessen nun auf dem Programm steht,
der Leiter weist uns in einer sehr witzigen Art und Weise in die Geheimnisse der Braukunst ein,
für uns deutsche mit unserem hygienischen Empfinden, ist es hier nicht besonders rein.
In der gemütlichen Brauereigaststätte wird uns ein schmackhaftes Menü, Suppe Lendenbraten,
Klöße und Kuchen serviert,
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dazu ein herrliches Bier den fröhlichen Ausklang dieses ereignisreichen Tages garantiert.
Um 20.00 Uhr ist Zapfenstreich, der Tag sich seinem Ende neigt.
Ein Wetter mit Sonnenschein hat uns den letzten Tag verschönt,
jetzt sind wir wieder ganz versöhnt.
Heute ist noch Koffer packen angesagt,
jedoch ein kleiner Abschiedstrunk in der Hotelbar ist noch gefragt.
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6. Tag ­ Heimreise
Noch ein letztes Frühstück, unser Gepäck steht bereit,
wir fahren wieder heim, beendet ist unsere Urlaubszeit.
In Richtung Rosenberg, über das Moldautal, liegt unser erstes Ziel,
zwei Burgen, die die große Moldauschleife überragen grüßen uns und vermitteln ein imposantes Bild.
Rosenberg ist eine altertümliche Burg auf einer Landzuge gelegen,
von der Moldau eingerahmt, ihre Anfänge bis ins 13. Jahr. zurück sich bewegen.
Wir haben 15 Minuten Zeit zum fotografieren,
und können die interessanten Bürgerhäuser am Stadtplatz inspizieren.
Nächster Aufenthalt ist Hohenfurt wo wir dem Zisterzienserkloster einen Besuch abstatten
dort, die Maria Himmelfahrts Abteikirche zur Besichtigung einladet.
Das Kloster ist am Rand der Stadt gelegen und 1229 gegründet worden,
das Areal umfasst die Gebäude des Konvents mit Wohn- und Wirtschaftsbauten
und untersteht dem Zisterzienserorden.
Wir schauen noch beim Klosterladen rein,
und einige von uns kaufen dort noch ein.
Wir setzten unsere Fahrt wieder fort und fahren dem Moldaustausse entgegen,
Lippostausee wird er genannt von 1950 ­ 1959 erbaut, veränderte er das landschaftliche Aussehen.
Der 25 m hohe Stausee bildet einen Wasserspeicher mit einer Fläche von 4870 ha und ist 48 km lang,
ein Paradies für sportliche Aktivitäten wo man wandern, radfahren und segeln kann.
In diesem Bereich wurden 2 Dörfer, 1 Kirche, 1 Schule überflutet mit den Wassermassen,
und für Schmuggler die Schnaps oder Kaffee nach Bayern oder Österreich schafften,
das Geschäft vermasselt.
Unser Thomas der uns die ganze Woche betreut hat, ist auch heute noch unser Begleiter,
er wird uns jetzt verlassen, verabschiedet sich und fährt mit dem Zug weiter.
An einem Obulus den wir gesammelt haben, soll er sich erfreun,
und unser Friedl meint ,,Jetzt sind wir halt wieder allein!"
Weiter über Friedberg gelangen wir nach Strazny, hier ist eine Mittagspause angesagt,
wir genießen noch einmal die böhmische Küche, frisch gestärkt und gut gelaunt ist Aufbruch zu Weiterfahrt.
Nun passieren wir die Grenze und tauchen ein in unser Land,
die Heimat hat uns wieder, wir sind in deutscher Hand.
Das Tischlein-deck-dich wird noch einmal aktiv, uns mit Kaffee, Tee und Rosemaries
Selbstgebackenem Kuchen verwöhnt,
die uns lieb gewordenen Kaffeepausen die Gemeinschaft stärkt und unsere Reise mit verschönt.
Ein kurzer Rückblick soll vertiefen was uns noch im Gedächtnis ist verblieben.
Romantische Täler und die in Schleifen sich windende Moldau begeistern uns ungemein,
und eine wunderschöne Natur mittelalterliche von der Unesco erkorene Städtchen reihen sich in die Palette ein.
Das Land mit seiner kulturellen Vielfalt, neben prunkvollen Häusern sich architektonische Schönheiten befinden,
und verzauberte Laubengänge und verwinkelte Gässchen sich einbinden.
Den an Bayern angrenzenden Böhmerwald die Tschechen, Sumava Rauschwald nennen,
und schon seit dem Mittelalter die beiden Kulturen durch Handel und Wandel ihre Traditionen vermengen,
aus Bayern kam das lebensnotwendige Salz,
das die Böhmer mit purem Gold haben bezahlt.
Heute beleben deutsche Investoren den Markt durch Arbeitsverlagerung
haben in der modernen EU Rollentausch erzwungen.
Jetzt sind wir unseren heimatlichen Gefilden ganz nah,
die Freude auf unsere Lieben und auf die Heimat ist wieder da.
Und so wollen wir es nicht versäumen, dem Stuhlerteam unseren Dank zu überbringen,
für bravouröses chauffieren und für betreuen in allen erdenklichen Dingen.
Danke Friedl und Richard, Danke Rosmarie und Seppl für das gute Gelingen,
besondere Anerkennung gilt unserer Rosmarie, Spezialistin für hausgebackene Kuchen
und aufschlussreichen Ausführungen, die ihresgleichen suchen.
Diesmal sind wir halt eine kleinere Gruppe unserer sonst großen Familie gewesen,
so hat es uns an nichts gefehlt, es war wie immer, super, toll, einfach erlesen.
Und immer wieder kommt ein neues Jahr,
und immer wieder werden Wünsche wahr.
Und so hoffen wir auf den nächsten Juni 2010
dass wir wohlbehalten und beschützt zu neuer Fahrt uns wieder sehen.